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Mindestens 21 Tote bei Gefängnisausbruch in Brasilien

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Bei einem Ausbruchversuch aus einem Gefängnis im Norden Brasiliens sind bei Zusammenstößen mit der Polizei mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.

In Brasiliens Gefängnissen kommt es wiederholt zu Meutereien mit Todesopfern.

Bei Explosion und Schusswechsel seien schließlich ein Polizist, fünf Gefängnisinsassen sowie 15 Komplizen getötet worden. In früheren Angaben war zunächst von 23 Toten die Rede. Die Angreifer versuchten, eine Gefängnismauer mit Sprengstoff zu durchbrechen und wurden bei der Schießerei mit den Gefängniswärtern von ebenfalls bewaffneten Insassen unterstützt, erklärte ein Regierungssprecher von Pará.

Fünf Gefängniswärter wurden verletzt.

Ersten Erkenntnissen zufolge verfügten auch die Gefangenen in der Haftanstalt in der Nähe der Stadt Belem über Waffen. Gewalt in den Haftanstalten ist keine Seltenheit.

Die Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Drogenbanden werden häufig von der Straße ins Gefängnis verlagert. Ihr wird vorgeworfen, das Recht auszuhebeln, für außergerichtliche Hinrichtungen und Beweisfälschungen verantwortlich zu sein und Vergehen der eigenen Beamten nicht nachzugehen. Ein Bericht der Gefängnisaufsicht hatte im Februar vor der Gefahr eines Fluchtversuchs mit Unterstützung von außen gewarnt. Im November 2017 waren 14 Häftlinge aus der Anstalt Santa Izabel geflüchtet. Ein weiterer Fluchtversuch im Jänner war gescheitert.

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