weltkunstbulletin.com

Medizin

Mutmaßlicher Gasangriff in Syrien - Macron, Trump für starke Reaktion

Share
Bei einem Angriff mit mutmasslichen Chemiewaffen in Duma in Syrien kamen Dutzende von Zivilisten ums Leben

Nach Berichten über einen Chlorgaseinsatz in der syrischen Rebellenhochburg Duma hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff verurteilt.

Paris. Frankreich will binnen Tagen mit den USA und Großbritannien über eine Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien entscheiden. Die Opposition hat das syrische Militär für den Angriff verantwortlich gemacht.

Diplomaten zufolge wollen die USA den Uno-Sicherheitsrat abstimmen lassen, um eine neue Untersuchung des Vorfalls durchzusetzen. Gleich drei Syrien-Resolutionen scheiterten am Dienstag bei einer Sitzung des Gremiums in New York in einem neuen Schlagabtausch zwischen dem Westen und Russland und seinen Verbündeten. Ein internationales Vorgehen gegen die syrische Regierung wird derzeit noch beraten. Russland erklärte hingegen, die Rebellen hätten den Angriff nur inszeniert. Sie argumentieren, dass die syrische Regierung damit die Kontrolle über die Ermittlungen erhielte.

Nach Angaben der Rettungsorganisation "Weißhelme" soll von einem Hubschrauber aus eine Fassbombe mit Chemikalien über der Stadt Duma abgeworfen worden sein. Mehr als 500 weitere Personen seien in Krankenhäusern behandelt worden.

Das US-Außenministerium teilte am Abend mit, Kenntnis von mindestens 85 Todesopfern zu haben. Ein Angriff könnte russische Soldaten in Syrien Treffen und eine russische Vergeltung zur Folge haben, sagte Wladimir Schamanow. Die Vereinten Nationen sprachen unter Berufung auf Berichte von mutmaßlich 49 Getöteten und Hunderten Verletzten. US-Regierungsvertreter sagten zu Reuters, die USA strebten im Falle eines Militäreinsatzes eine Kooperation mit Partnern an. Mehrere Staaten, darunter die USA und Grossbritannien, machen Syrien und Russland dafür verantwortlich.

Trump hatte zuvor eine geplante Reise zum Lateinamerika-Gipfel Ende der Woche in Peru abgesagt.

Share