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OPCW schickt Chemiewaffeninspekteure nach Duma

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Russisches Militär Keine Spuren der angeblichen C-Waffen-Attacke in Ost Ghuta nachgewiesen

Amsterdam. Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sollen bald nach Syrien reisen, um Klarheit über einen mutmaßlichen Giftgasangriff in der Rebellenbastion Duma zu schaffen. Das teilte die OPCW in Den Haag mit. Die OPCW habe Syrien gebeten, die nötigen Vorbereitungen zu treffen.

Das Team bereite sich auf seine kurzfristige Entsendung vor. Zuvor hatte sich Russland zu einer internationalen Begutachtung des Ortes des mutmaßlichen Giftgasangriffs bereiterklärt.

Rückhalt für ein mögliches militärisches Eingreifen erhielt Trump vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Die syrische Regierung versetzte unterdessen ihre Armee "in höchste Alarmbereitschaft", um auf eventuelle Angriffe - vor allem vonseiten der USA - reagieren zu können. Dabei würden alle Optionen geprüft. Sie habe in der Früh mit Macron telefoniert und werde noch mit Trump sprechen. Auf die Frage, ob sich Großbritannien an einer US-Militäraktion beteiligen würde, antwortete sie ausweichend: "Wir glauben, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden sollten".

Die USA wollen auch den UN-Sicherheitsrat über eine Resolution zum mutmaßlichen Giftgasangriff in Duma abstimmen lassen. Die Abstimmung sei noch für diesen Dienstag 15.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MESZ) beantragt worden, hieß es aus Diplomatenkreisen in New York. Das Gremium solle aufklären, wer in Syrien toxische Chemikalien wie Giftgas einsetze. Bislang lag solche Aufklärungsarbeit in den gemeinsamen Händen der OPCW und des zu den UN gehörenden Joint Investigative Mechanism (JIM). Hilfsorganisationen berichteten in der Nacht zum Sonntag von einem mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen. Deren Mandat lief jedoch im November aus: Russland hatte mit seinem Veto im Sicherheitsrat die Verlängerung verhindert. Die syrische Armee war zuvor begleitet von schweren Luftangriffen auf Duma vorgerückt. Der Vorfall dort wird in dem vierseitigen Papier als Chemiewaffenangriff bezeichnet und auf das Schärfste verurteilt. Die Ratsmitglieder waren nach einer mehrstündigen, teils hitzig geführten Debatte auseinandergegangen und hatten anschließend noch hinter verschlossenen Türen diskutiert.

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