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Weniger Einbrüche in Deutschland

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Ein fiktiver Einbrecher hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf

Bessere Sicherheitstechnik und höhere Strafen gegen ertappte Täter haben die Zahl der Wohnungseinbrüche sinken lassen.

Berlin. Die Zahl der registrierten Wohnungseinbrüche in Deutschland ist im vergangenen Jahr offenbar erneut zurückgegangen. Im Jahr zuvor waren es 151 265, das entspricht einem Minus von 23 Prozent. Offizielle bundesweite Zahlen liegen noch nicht vor.

Die Kriminalstatistik der Bundesländer ist ab sofort verfügbar, wird allerdings erst im Mai von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) offiziell vorgestellt. 2015 war ein Höchststand von 167.136 registrierten Wohnungseinbrüchen erreicht worden. Das Bundeskriminalamt (BKA) und die deutschen Versicherer hatten bereits Ende 2017 signalisiert, dass die Einbruchszahlen erneut zurückgegangen sein dürften. Ermittler und Politiker waren unter Druck geraten, ihren Kampf gegen Einbrecher zu verstärken. Die schwarz-rote Bundesregierung verschärfte die Strafen für Einbrüche, seit Sommer 2017 gilt: Beim Einbruch in eine Privatwohnung ist jetzt eine Mindeststrafe von einem Jahr Haft statt von sechs Monaten fällig. Der Rahmen reicht bis zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe. Die Polizei hat für 2017 insgesamt 116 540 versuchte und vollendete Wohnungseinbrüche erfasst - das ergaben Berechnungen auf Grundlage der seit gestern für alle Bundesländer vorliegenden Kriminalstatistiken.

Viele Bundesbürger haben zudem inzwischen ihr Zuhause nachgerüstet und Fenster und Türen aus robusterem Material eingebaut oder sie mit Spezialschlössern ausgestattet. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte dazu, es sei gut, "dass sich immer mehr Bürger beraten lassen, wie sie ihre vier Wände besser schützen können". Allerdings habe auch der Anteil sogenannter reisender Täter aus Südost- und Osteuropa zugenommen, die mobil und in gut strukturierten Einbrecherbanden zusammenarbeiteten.

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