weltkunstbulletin.com

Geschäft

IAG hat Interesse an Billigflieger Norwegian

Share
Norwegian Boeing 787-9 Dreamliner

Mit der Stellungnahme reagierte IAG auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg.

IAG will sich den norwegischen Billigflieger Norwegian einverleiben. Eine Sprecherin von Norwegian Air bezeichnete es als positiv, dass IAG Norwegian als attraktiv bewerte.

Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten glänzend an. Die Norwegian-Aktie legte am späten Mittag um mehr als 40 Prozent zu.

Die Übernahmefantasien bescherten Norwegian den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Papiere der Lufthansa kletterten um 2,6 Prozent an die Dax-Spitze und waren damit auch beste Airline im Branchenindex Stoxx 600 Travel & Leisuree.

Bislang habe es aber keinerlei Diskussionen in diese Richtung gegeben, betonte IAG in Reaktion auf Medienberichte zu den Übernahmeplänen. Wie die IAG-Tochter Air Lingus bietet Norwegian zahlreiche Transatlantikflüge über Dublin an. Vertreter der norwegischen Airline lehnten eine Stellungnahme zu den IAG-Plänen ab.

Norwegian hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der führenden Billigfluggesellschaften Europas entwickelt, ist aber deutlich kleiner als Ryanair und Easyjet.

Die Expansion hat allerdings einen hohen Preis: Norwegian schreibt operativ rote Zahlen und veräußerte zuletzt Tafelsilber in Form von Bankbeteiligungen.

Auch IAG hat Billigflüge auf der Langstrecke für sich entdeckt und unter dem Namen "Level" eine eigene Airline für dieses Geschäftsmodell gegründet. Wegen des riskanten Kurses hatte Ryanair-Chef Michael O'Leary Norwegian schon länger das Aus prognostiziert, was das Management von Norwegian entschieden zurückwies. Auf den Europastrecken mischt die spanische IAG-Tochter Vueling im Billigfluggeschäft kräftig mit. Er brachte Niki unter dem Namen Laudamotion neu an den Start und will die Gesellschaft nun mehrheitlich an Ryanair verkaufen.

Share