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Netflix zieht sich komplett aus Cannes zurück [0:58]

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Kinositze

Ted Sarandos, der für die Inhalte bei Netflix verantwortlich ist, sagte in einem Interview mit dem Branchenmagazin Variety, es sei sinnlos Filme in Cannes zu zeigen, nachdem die Festivalleitung ihre Zugangsregeln geändert habe. Der SVoD-Dienst zieht sich daher komplett von der Veranstaltung zurück, das hat Content-Chef Ted Sarandos nun bestätigt.

Wegen anachronistisch anmutender Regeln darf Netflix seine Filme in diesem Jahr nicht bei den Filmfestspielen von Cannes einreichen. Denn die neuen Teilnahmebedingungen der Franzosen schreiben vor, dass nur Filme eingereicht werden dürfen, die auch in französischen Kinos gezeigt werden müssen. Doch darauf legt man beim Streaming-Giganten offenbar keinen Wert. Und selbst wenn Netflix die Filme weltweit zeitgleich veröffentlicht, müsste das Unternehmen die Filme seinen Kunden in Frankreich wegen der dortigen sehr restriktiven Kulturgesetze drei Jahre vorenthalten. Mit den Regeländerungen hätten die Veranstalter ein klares Signal gesandt, so Sarandos. Ein Start außer Konkurrenz mache für ihn keinen Sinn: "Wir wollen, dass unsere Filme nach den gleichen Kriterien beurteilt werden, wie die der anderen Filmemacher". Nach den vielen Diskussionen rund um die Teilnahme von Netflix beim Festival in Cannes sei das aber nicht mehr gegeben und Sarandos befürchte, dass die Filme von Netflix respektlos behandelt würden. "Ich denke nicht, dass es gut für uns wäre, dort zu sein", begründet Sarandos die Entscheidung des Streaminganbieters.

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