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Verdi bereit zu Verhandlungen über Kaufhof-Sanierung

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Quelle imago

Ver.di sei aber auch zu einem Sanierungsbeitrag der Arbeitnehmer bereit - dieser dürfe den Flächentarifvertrag in der Branche aber nicht beeinträchtigen.

Angesichts der Krise beim Warenhauskonzern Kaufhof hat sich die Gewerkschaft Verdi grundsätzlich bereit erklärt, mit dem Unternehmen über einen Sanierungstarifvertrag zu verhandeln. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um den kriselnden Karstadt-Konkurrenten wieder in die Spur zu bringen.

Kaufhof-Chef Neuwald begrüßte die Entscheidung.

Zuvor hatte ein von der Gewerkschaft beauftragter Wirtschaftsprüfer einen Sanierungsbedarf bestätigt. Damit ist gemeint, dass es wahrscheinlich zu finanziellen Einbußen für die rund 18.000 Beschäftigten kommen wird.

Vor dem Einstieg in die Tarifgespräche will Verdi gemeinsame Eckpunkte mit dem Unternehmen vereinbaren. Arbeitsplätze und Standorte müssten gesichert, Beratung und Service gestärkt werden. Vorrangig seien nun die Eigentümer in der Pflicht, ihre Verantwortung wahrzunehmen.

Die Kaufhof-Spitze hatte im vergangenen Oktober erstmals Gespräche über einen neuen Tarifvertrag gefordert. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Konzern brauche wettbewerbsfähige Personalkosten.

Kaufhof war vor zwei Jahren vom Handelskonzern Metro an den kanadischen Kaufhauskonzern Hudson's Bay Company verkauft worden.

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