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Dax macht Vortagesverlust mehr als wett

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Angedrohter US-Angriff in Syrien treibt Dax tiefer ins Minus

Der Dax hat am Donnerstag wieder in die Gewinnspur zurückgefunden und seine Vortagesverluste mehr als wettgemacht. Der Leitindex beendete den Handel zum Schluss bei 12.430,00 Punkten, auf Wochensicht heißt das ein Plus von 1,98 Prozent. Der Dax habe den politischen Risiken getrotzt und mit dem Überwinden der Marke von 12 390 Punkten einen Schritt in Richtung Normalität unternommen, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Es wird damit gerechnet, dass der Aufsichtsrat am Donnerstag den bisherigen VW-Markenchef Herbert Diess zum Nachfolger des amtierenden Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller bestimmt. Dieser könnte nach "Handelsblatt"-Informationen eine neue Funktion erhalten, sein regulärer Vertrag läuft noch bis zum Jahr 2020".

Den Favoritenplatz im Leitindex nahm das RWE-Papier ein mit einem Plus von 1,5 Prozent. Die British-Airways-Mutter IAG sicherte sich eigenen Angaben zufolge 4,6 Prozent am norwegischen Billigflieger Norwegian und erwägt eine Übernahmeofferte. Der schwache US-Dollar und höhere Rohstoffkosten machten im ersten Quartal dem Verpackungsspezialisten Gerresheimer zu schaffen. Die Aktien sackten im MDax um 3,55 Prozent ab. Nach zahlreichen Gewinnwarnungen enttäuschte der Anlagenbauer den Markt erneut. Zwar hielt das Management die Jahresziele noch aufrecht, doch Analysten zweifeln daran, ob der Konzern sie halten kann.

Aktien von Puma sprangen gegen Mittag hingegen mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 423 Euro auf ein Rekordhoch. Auftrieb gab laut Händlern eine vom Bankhaus Metzler organisierte Investorenveranstaltung mit dem Management des Stahlkonzerns. An der Index-Spitze gewannen Cancom 5,56 Prozent. Am Mittwoch hatte die Drohung Trumps mit einem Militärschlag in dem Bürgerkriegsland den Dow noch um fast 1 Prozent ins Minus gedrückt. Es fand am Morgen bei 31,56 Euro erst auf dem tiefsten Stand seit Okober 2015 Halt und büßte zuletzt 5,7 Prozent auf 32,67 Euro ein. Der in einen Bilanzskandal verwickelte Handelskonzern hat aus dem Verkauf von Aktien seiner südafrikanischen Tochter Star rund 254 Millionen Euro erlöst und damit seine Finanzlage entspannt. Der Sportartikelhersteller veröffentlichte kurz zuvor Zahlen zum ersten Quartal und hob seine Spanne für das Jahresgewinnziel an. Gründe waren ein zuversichtlich stimmender Ausblick des Tiefbaukonzerns und positive Analystenkommentare. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um moderate 0,15 Prozent vor.

Im Blick stand auch wieder die Aktie von Steinhoff , die um 7,5 Prozent hochzog, nachdem sie allerdings tags zuvor bei 0,139 Euro ein Rekordtief erreicht hatte. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 140,27 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,04 Prozent auf 159,31 Punkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2384 (Dienstag: 1,2361) US-Dollar festgesetzt.

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