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Drei Terrorverdächtige werden nach Koblenz gebracht

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Terrorismus Drei Terrorverdächtige im Saarland gefasst. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz führt das Verfahren gegen die drei Terrorverdächtigen

Ermittler des Staatsschutzes haben gemeinsam mit Spezialeinheiten am Donnerstagnachmittag in Saarlouis drei syrische Staatsangehörige festgenommmen. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder einer "ausländischen Terrorvereinigung" zu sein. Sie werden heute (13.04.2018) beim OLG Koblenz vorgeführt.

Den Hinweis auf die Gruppe erhielt die Polizei den Angaben nach von einem Mitarbeiter einer Flüchtlingsunterkunft außerhalb des Saarlandes. Dieser hatte den 23-Jährigen Mann in einem Video erkannt, indem er mit Handgranaten, diversen Kriegswaffen und in Kampfuniform abgebildet war. Einer der Beschuldigten soll unter anderem versucht haben, für die verbotene islamistische Vereinigung Ahrar al-Scham über das Internet Kämpfer aus Deutschland für den syrischen Bürgerkrieg zu rekrutieren.

Nach langen Ermittlungen nehmen Spezialeinheiten drei Männer aus Syrien fest, die in ihrer Heimat islamistischen Terrormilizen angehört haben sollen.

Seine zwei Komplizen seien als "Gefährder" eingestuft worden und in Syrien Mitglieder des IS gewesen sein, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen Polizeisprecher.

Die Sicherheitsbehörden hätten derzeit aber keine Erkenntnisse, dass sie konkrete Anschlagspläne für Deutschland oder Europa geplant hätten.

Im Saarland sind drei Terrorverdächtige festgenommen worden.

Bei den Festnahmen sicherten die Beamten Handys und Laptops der Verdächtigen. Weitere Auskünfte wollen Polizei und Generalstaatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geben.

Zur Effektivierung der Verfolgung terroristischer und extremistischer Straftaten hat das Land Rheinland-Pfalz im Herbst 2017 bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz die Landeszentralstelle für die Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus (ZeT-rlp) eingerichtet.

Die Ermittlungen sowie die Auswertung von sichergestelltem Beweismaterial dauern derzeit noch an. Sie ist zuständig für die Bearbeitung der Verfahren, die von dem Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof nach § 142a Abs.

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