weltkunstbulletin.com

Medizin

Ehemaliger US-Botschafter rechnet mit Militärschlag durch Trump

Share
Ehemaliger US-Botschafter rechnet mit Militärschlag durch Trump

Nach den US-Ankündigen möglicher Luftangriffe im Bürgerkriegsland bleibt die Lage angespannt.

Die Raketen würden kommen, schrieb er auf Twitter.

Die Raketen seien schön und neu und smart.

US-Präsident Donald Trump sagte seinerzeit, er habe den Militärschlag wegen der Verteidigung nationaler Sicherheitsinteressen angeordnet. Trump feuerte seinen Außenminister Rex Tillerson inmitten diplomatischer Bemühungen in der Nordkorea-Krise, er zettelte einen Handelskonflikt mit China an, er schickte die Nationalgarde an die Grenze zu Mexiko. Damit ist eine militärische Konfrontation der Großmächte einen Schritt näher gerückt.

"Russland hat geschworen, alle Raketen abzuschiessen, die auf Syrien abgefeuert werden".

Moskau hat Washington wiederholt vor einem Militärschlag gewarnt. Russland schickt deshalb Kampfflugzeuge, um seinen Partner zu unterstützen. Assad werde einen "hohen Preis" bezahlen, hatte Trump am Wochenende getwittert und den syrischen Machthaber als "Tier" beschimpft. Syrien reagierte äußerlich gelassen.

Russlands Präsident Wladimir Putin rief dagegen zur Vernunft auf. Sie fügte hinzu: "Es ist schon erschütternd, muss ich sagen, dass nach so vielen internationalen Diskussionen und Ächtungen immer wieder dort Chemiewaffen eingesetzt werden". "Dennoch hoffen wir, dass der gesunde Menschenverstand letztlich die Oberhand behält", meinte er in einer Rede vor ausländischen Diplomaten im Kreml.

Doch Trumps Ankündigung eines Angriffs auf Syrien ist weiter in der Welt - trotz seines vorsichtigen Zurückruderns am Donnerstag.

Russland wies Trumps Drohungen entschieden zurück. Russland solle sich bereit machen. Diese Nachforschungen von Sonderermittler Robert Mueller seien "korrupt".

In den USA selbst ist eine militärische Einmischung in Syrien rechtlich umstritten. "Wir haben den Beweis, dass Chemiewaffen verwendet wurden, zumindest Chlor, und dass sie vom Assad-Regime verwendet wurden", sagte Macron in einem Interview des Senders TF1. Die OPCW wollte ein zehnköpfiges Expertenteam in die Stadt in der Region Ost-Ghouta schicken.

Die syrische Armee und ihre Verbündeten sind in volle Alarmbereitschaft versetzt worden.

Trump hatte vor einem Jahr bereits als Vergeltung für einen Giftgaseinsatz in der nordsyrischen Stadt Chan Scheichun einen Raketenangriff auf eine syrische Luftwaffenbasis angeordnet.

Der saudische Kronprinz Muhammad bin Salman erklärt in Paris seine Bereitschaft, an einem Angriff gegen Syrien teilzunehmen.

In den vergangenen Tagen hat sich Trump telefonisch mehrfach mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron beraten. Darüber hinaus soll in den kommenden Tagen der nuklearbetriebene Flugzeugträger "U.S.S". "Wir haben uns damals mit daran beteiligt, dass die syrischen Chemiewaffen vernichtet wurden, und müssen jetzt erkennen, dass ganz offensichtlich diese Vernichtung nicht vollständig erfolgt ist", sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Lökke Rasmussen.

Nach amerikanischen Medienberichten ist Trump tatsächlich deutlich mehr über die Razzia wegen dubioser Schweigegeldzahlungen an seine Ex-Affäre Stormy Daniels aufgebracht als über den mutmaßlichen syrischen Giftgaseinsatz. Diese Indizien bildeten ab sofort die Grundlage für "die weiteren Bewertungen", sagte Merkel nach der Kabinettsklausur in Meseberg.

Eine deutsche Beteiligung an einem möglichen Militäreinsatz würden trotz Giftgasverdacht nur 18 Prozent der Befragten befürworten, 78 Prozent wären dagegen. Sie bedauerte, dass der UN-Sicherheitsrat bisher keine Resolution zu dem Thema zustande gebracht hat.

Russland verfügt nach eigenen Angaben über Beweise, wonach der mutmaßliche Chemiewaffenangriff in Syrien mit Hilfe eines ausländischen Geheimdienstes inszeniert wurde.

Momentan sind die Hilferufe an die USA und andere Verbündete besonders laut. Dies gelte vor allem für Maßnahmen, die die ohnehin fragile Situation in der Region weiter destabilisieren könnten.

Share