weltkunstbulletin.com

Welt

USA sehen Giftgasangriff durch syrische Armee als erwiesen an

Share
Noch keine Entscheidung über Militäreinsatz

"Die Attacke fand am Samstag statt und wir wissen mit Sicherheit, dass es sich um eine Chemiewaffe handelte", sagte Sprecherin Heather Nauert am Freitag in Washington. Dabei sei kein endgültiger Beschluss gefällt worden. Mays Büro teilte nach dem Gespräch mit, dass Trump und May sich einig gewesen seien, dass der Einsatz von Chemiewaffen durch das syrische Militär "nicht unbeantwortet" bleiben könne. Die Bundesregierung sieht deutliche Hinweise auf einen Chemiewaffeneinsatz der syrischen Regierung, die USA werten noch Geheimdienstberichte aus, jedoch erwartet der US-Verteidigungsminister James Mattis vom Expertenteam der OPCW keine Erkenntnis über die Urheberschaft der mutmaßlichen Giftgasattacke.

Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, er sei tief besorgt über die Zuspitzung der Lage in Syrien.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte vor Ultimaten und Drohungen. Beide Staaten stünden in Kontakt, die entsprechende Telefonleitung werde genutzt, erklärte das Präsidialamt am Donnerstag in Moskau. Ausgeschlossen werden könne dies allerdings nicht.

So twitterte er am Mittwoch, 6.57 Uhr US-Ostküstenzeit, offenbar als Reaktion auf eine Drohung des russischen Botschafters im Libanon, Alexander Zasypkin, Russland werde alle Richtung Syrien fliegenden Raketen abschießen. Später stellte er in Aussicht, eine Entscheidung falle "recht bald".

Kurz vor der Kapitulation der Dschaisch al-Islam gab es Berichte über einen Giftgas-Angriff in Duma. Syriens Schutzmacht Russland weist diese Vorwürfe zurück. Deutschland werde sich nicht an eventuellen militärischen Aktionen beteiligen, sagte Merkel beim Besuch des dänischen Ministerpräsidenten Lokke Rasmussen in Berlin. Und Russland verfügt angeblich über unwiderlegbare Beweise, wonach der mutmaßliche Chemiewaffenangriff mit Hilfe eines ausländischen Geheimdienstes inszeniert wurde. "Einfach gar nichts zu tun, ist auch schwierig". "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht wieder in einem Kalten Krieg mit immer neuen Brandherden landen", sagte Kauder im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Mehrheit der Deutschen fürchtet eine Verschärfung des Konflikts in Syrien durch einen Militäreinsatz des Westens.

Share