weltkunstbulletin.com

Welt

Die fünf Folgen aus den Luftangriffen gegen Syrien

Share
Die USA sehen den Angriff als erwiesen

Das Ausmaß der Schäden durch die Luftangriffe ist bisher nur schwer zu beziffern.

Die Luftschläge in der Nacht waren eine Reaktion der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Duma vor genau einer Woche.

FAKTENOrte, die von den Westmächten angegriffen wurden:Forschungszentrum in Barsah Ein Gebäude der Forschungseinrichtung bei Damaskus wurde der syrischen Armee zufolge beschädigt. Die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete, es sei zerstört worden. Dort war eine Zweigstelle des staatlichen Zentrums für wissenschaftliche Studien untergebracht. Der Einsatz richtete sich demnach gegen die Infrastruktur der chemischen Waffenproduktion im Land. "Statt den Völkerrechtsbruch zu verteidigen, sollte Merkel die Angriffe verurteilen", forderte er. Die Angriffe seien so geplant worden, dass das Risiko von Opfern unter russischen Einsatzkräften minimal gewesen sei, sagte US-Generalstabschef Joseph Dunford. Damit ist Ostghuta nach etwa fünfjähriger Belagerung von der syrischen Armee zurückerobert worden.

Keine Bestätigung gab es für Berichte aus Syrien, im Grossraum Damaskus seien auch Einrichtungen der Vierten Armeedivision getroffen worden, die unter dem Kommando von Maher al-Assad steht, dem Bruder des Präsidenten, sowie der Republikanischen Garden, einer weiteren Eliteeinheit. Das Erste, dass wir diesen Joint Investment Mechanism, das heißt dass die OIAC, die Organisation aus La Haye für chemische Waffen, und die UNO sich wieder zusammenraffen und dass der Sicherheitsrat einverstanden ist, dass man die Verantwortlichen auch mit diesem Mechanismus stellen kann.

Militärflughafen Dumair: Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurde der Militärflughafen östlich von Damaskus angegriffen. Die umstrittene syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte, dass "Raketen" abgefangen worden seien und kein Geschoss in Dumair eingeschlagen sei. Während andere Nationen ihren Beitrag verstärken, freuen wir uns auf den Tag, an dem wir unsere Krieger nach Hause bringen können.

Der Militärschlag, über dessen Beginn seit Tagen spekuliert wurde, soll einen mutmaßlichen Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma vergelten, bei dem "Tausende unschuldige Zivilisten getötet und verletzt wurden", teilte das Weiße Haus mit. Von dem Flugplatz starteten auch die Kampfjets, die in den vergangenen Wochen die damalige Rebellenhochburg Ost-Ghuta bombardierten.

Die Koalitionstruppen konzentrierten ihre Angriffe laut US-Verteidigungsminister James Mattis auf drei Ziele, die mit dem Chemiewaffenprogramm des syrischen Regimes in enger Verbindung stünden.

Großbritannien, die USA und Frankreich hatten mit ihrem Vergeltungsschlag auf den Einsatz chemischer Waffen in der Stadt Duma reagiert.

Marschflugkörper: Anders als ballistische Raketen sind sie mit eigenem Antrieb unterwegs. Dasselbe gelte für die beteiligten Flugzeuge, erklärte McKenzie. Reichweite: bis zu 2500 Kilometer.

Vom US-Zerstörer "USS Ross" aus wurden Tomahawk-Raketen abgefeuert. Das Pentagon veröffentlichte ein kurzes Video vom Tomahawk-Start auf einem US-Kampfschiff. "Wir suchen nicht die Konfrontation und weisen jede Logik militärischer Eskalation zurück", sagte die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am Samstagmorgen. Die Militärschläge seien eine "deutliche Botschaft" an Baschar al-Assad. Die Teile wurden laut dem syrischen Journalisten im Westen der Provinz Homs gefunden. "Wenn unser Präsident eine rote Linie zieht, verschafft unser Präsident der roten Linie Geltung", sagte Haley.

Insgesamt scheint die Trefferquote der Angriffe eher mager ausgefallen zu sein. Und obwohl das Asad-Regime dadurch nicht geschwächt wurde, schreckte es zumindest für den Rest des letzten Jahres vor neuen Grossoperationen mit Giftgas zurück.

Share