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Formel 1: Ricciardo landet Überraschungssieg

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Sebastian Vettel in Shanghai

Der von der Pole Position gestartete deutsche Ferrari-Star musste sich nach einem Crash mit Max Verstappen zwölf Runden vor Ende mit Rang acht begnügen. Mit Blick auf den Unfall mit Verstappen äußerte er sich dagegen milde, "man hat gesehen, dass es auf seine Kappe geht. Er ist lange genug dabei, aber es ist passiert".

Bei Sky sagte Verstappen: "Ich sah, wie Sebastian mit seinen Reifen kämpfte". Das war mein Fehler. Ricciardo und Max Verstappen im zweiten Red Bull entschieden sich im Gegensatz zu den Fahrern von Ferrari und Mercedes zu einem zweiten Zwischenstopp - und waren mit den frischeren Reifen den Konkurrenten deutlich überlegen.

Der Australier setzte sich am Sonntag vor Valtteri Bottas (Finnland) im Mercedes durch, Dritter auf dem Shanghai International Circuit wurde Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland). "Es kam unerwartet", sagte Ricciardo und feierte obligatorisch mit einem "Shoey", indem er Champagner aus seinem Schuh schlürfte. "Danke an die Jungs, an alle Mechaniker".

Auf seinem Erfolgs-Kurs in Shanghai hat Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton das erste Kräftemessen zum Großen Preis von China mit seinem WM-Rivalen Sebastian Vettel für sich entschieden.

Im Qualifying war Vettel um 0,53 Sekunden schneller als Valtteri Bottas, der rasantere der beiden Mercedes-Piloten. Mercedes ist erstmals in der Turbo-Hybrid-Ära drei Rennen ohne Sieg. Mal nacheinander in die Punkte und stellte damit einen Rekord auf. Renault-Pilot Nico Hülkenberg beendete das Rennen als Sechster.

Vor dem dritten von 21 Saisonrennen führt Vierfach-Champion Vettel nach seinen Erfolgen in Australien und Bahrain das Klassement mit 50 Punkten an. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen fiel allerdings nach den ersten Metern vom zweiten auf den vierten Rang zurück.

Vettel fuhr an der Spitze in den ersten Runden gleich einen wichtigen Vorsprung heraus.

Vettel konnte seine imposant herausgefahrene 52. Karriere-Pole auch nach dem Erlöschen der Roten Ampeln anfangs verteidigen. Nachdem die beiden Red Bulls um Verstappen und Ricciardo in Runde 18 die härteren Reifen bekamen, holte sich Hamilton einen Umlauf später ebenfalls diese Mischung.

Wie schon im Finale von Bahrain lieferten sich Bottas und Vettel an der Spitze nun ein packendes Duell - dieses Mal jedoch mit Vettel als Jäger.

Entscheidenden Einfluss nahm eine Safety-Car-Phase, die die Teamkollegen in den Toro Rosso, der Franzose Pierre Gasly und der Neuseeländer Brendon Hartley, mit einer Kollision ausgelöst hatten. "Mach das Gegenteil zu Räikkönen", rieten die Strategen bei Mercedes, denn der Ferrari-Mann blieb vorerst weiter draußen.

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