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Heute Demonstration für Erhalt katholischer Schulen

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Bei Wind und Nieselregen sind am Samstag 1.000 Hamburger auf die Straßen gegangen, um gegen die geplante Schließung der katholischen Schulen zu demonstrieren. Georg. Von dort aus zogen die Teilnehmer zum St. Marien-Dom, wo am Nachmittag die Abschlusskundgebung stattfand.

"Es wäre fatal, wenn weiter Fakten geschaffen würden, ohne dass alle Konsequenzen berücksichtigt, alle Beteiligten einbezogen und alle Möglichkeiten ausgelotet sind", sagte Henrik Lesaar, Sprecher der Gesamtelternvertretung, die neben der Initiative "Rettet 21" zu der Demonstration aufgerufen hatte.

"Mit der Genossenschaftsinitiative haben wir vereinbart, erst einmal einen Projektplan aufzustellen, um dann - so Gott will - bis Anfang Juli, also dem Beginn der Sommerferien, alle wesentlichen Fragen zu klären", sagte Erzbischof Stefan Heße.

Schulleiter, Elternvertreter und Schüler fühlten sich von der Mitteilung übergangen.

Das Erzbistum Hamburg hatte am 19. Januar bekannt gegeben, aus Finanznot bis zu 8 von insgesamt 21 katholischen Schulen in Hamburg zu schließen. Dabei waren zuletzt drei Modelle diskutiert worden, um "eine neue Form gemeinsamer Verantwortung für das katholische Schulwesen in Hamburg zu finden".

Die katholische Kirche ist der größte private Schulträger in der Hansestadt und betreibt 21 Bildungseinrichtungen mit rund 9.000 Schülern. Mehrere Initiativen setzen sich seitdem für den Erhalt ein. "Wir wollen ein starkes Signal senden für unser Erzbistum und für starke, zukunftsfähige katholische Schulen in Hamburg".

Einige Gespräche zwischen dem Erzbistum und den Initiativen liefen bereits. Die Diözese berät derzeit intern über die Modelle und hat für Montag eine Entscheidung angekündigt.

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