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OPCW beklagt Blockade Moskaus in Syrien

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Menschen gehen an zerstörten Häusern und Autos im syrischen Duma vorbei

Die Auswirkungen des Angriffs der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf Syrien verhindern die Entsendung von OPCW-Experten an den Ort der mutmaßlichen Giftgasattacke in der syrischen Stadt Duma. Ermittler der OPCW befinden sich zur Zeit in Syrien und gehen den Vorwürfen nach. Das teilte die britische Delegation bei der OPCW auf Twitter mit.

Die Sondersitzung des Exekutivrates ist nicht öffentlich.

Das Experten-Team der OPCW, das den mutmaßlichen Giftgasanschlag untersuchen soll, sei am Samstag in Damaskus eingetroffen, könne aber nicht weiterreisen. "Russland&Syrien haben den Zugang zu Duma noch nicht erlaubt".

Die weiteren Vorwürfe von London gegenüber Russland würden sich im Rahmen "der Stilistik des heutigen Londons" bewegen, "alles auf Moskau abzuwälzen und uns gewisse Handlungen nachzusagen, mit denen wir nicht zu tun haben", so Rjabkow. Für die Verzögerung seien die westlichen Luftangriffe verantwortlich, heißt es. Die Nachrichtenagentur AP berief sich allerdings auf einen ranghohen russischen Diplomaten, wonach zunächst eine Erlaubnis der UN vorliegen müsse, bevor die Kontrolleure durchgelassen würden. Der Westen wirft der syrischen Armee vor, in Duma vor einer Woche Giftgas eingesetzt zu haben. Bei der Attacke wurden nach Angaben von Helfern mehr als 40 Menschen getötet.

Nach Angaben aus Washington und Paris haben sich die Militärschläge gegen Einrichtungen gerichtet, die das syrische Regime zur Herstellung von chemischen Kampfstoffen nutzen soll.

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