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Wertvoller Blauzahn-Münzschatz auf Rügen entdeckt

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Wertvoller Blauzahn-Münzschatz auf Rügen entdeckt

In einem Acker auf der Ostseeinsel Rügen sind Archäologen auf einen wertvollen Silberschatz aus dem späten 10. Jahrhundert und damit aus der Umbruchsphase von der Wikingerzeit zum Christentum gestoßen.

Entdeckt wurde der Schatz vom Hobbyarchäologen René Schön und dem 13-jährigen Luca Malaschnitschenko. Nun haben Archäologen auf einer Fläche von rund 400 Quadratmetern nahe der Ortschaft Schaprode Hinterlassenschaften des legendären Dänen-Königs Harald Blauzahn (910-987) freigelegt.

Für die Archäologen ist die Bedeutung des Fundes enorm.

In der Region wurde bereits 1872 und 1874 nur wenige Kilometer entfernt auf der Insel Hiddensee der Goldschmuck von Blauzahn entdeckt: ein 16-teiliges Schmuckensemble, das ihm beziehungsweise seinem nahen Umfeld zugeschrieben wird.

Zu dem Fund gehören verschiedene Schmuckstücke, darunter zum Beispiel dieser Ohrring. Sein Sohn trat als König von Dänemark seine Nachfolge an. Michael Schirren sagte, der auf Rügen entdeckte Schatz sei ein typischer "Verstecktfund" in einem damals unbesiedelten Gebiet nahe einer markanten Ortsmarke - dem bronzezeitlichen Grabhügel.

Noch ist die Verbindung zwischen den beiden Funden nicht einwandfrei geklärt - doch es deutet vieles darauf hin. Eine Erkenntnis, die für die Flucht-Theorie um den als Wikinger geborenen Blauzahn spricht. Es handelt sich um kunstvoll geflochtene Halsreife, Perlen, Fibeln, einen Thorshammer, zerhackten Ringschmuck und die rund 600 teils zerhackten Münzen.

Der Name Blauzahn war Ihnen bis jetzt nicht geläufig?

Der dänische Herrscher Blauzahn ist auch Namensgeber des heutigen Übertragungsstandards Bluetooth.

Der Grund: Blauzahn war für seine Kommunikationsfähigkeit bekannt und galt als geschickter Netzwerker und Diplomat. Das Bluetooth-Logo setzt sich aus den Runen H (Hagall) und B (Bjarkan) aus der altnordischen Runenschrift zusammen.

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