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Auch EU reicht Beschwerde bei der WTO ein

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Handelskrieg mit den USA Wahrscheinlichkeit für Rezession in Deutschland gestiegen

GenfWegen der neuen US-Zölle auf Aluminium- und Stahl-Importe verlangt die EU Schadensersatz. In einer Stellungnahme heißt es, die USA hätten die Zölle nicht aus Sicherheitsgründen, sondern zum Schutz von amerikanischen Unternehmen vor ausländischen Konkurrenten verhängt. "Als Exporteur mit erheblichem Interesse in diesem Fall", fordere die EU "Beratungen mit den USA", hieß es in einer am Montag auf der WTO-Website veröffentlichten Erklärung der EU. Vorrangiges Ziel sei aber immer noch, unbefristet und bedingungslos von den neuen US-Zöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen zu werden. Symbolisch für die USA interessant wäre dabei eine Senkung des EU-Importzolls auf US-Autos.

Das Schlichtungsverfahren sieht zunächst Konsultationen der Streitparteien vor.

Die US-Regierung erhebt seit März zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium. Dieses solle so schnell wie möglich erfolgen.

Zwar wird das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) mit den USA und Kanada derzeit in mühsamen Gesprächen neu verhandelt, zunächst aber bleibt der südliche Nachbar der Vereinigten Staaten von Trumps Strafzöllen verschont. Wegen der Zölle hat bereits China eine Schlichtung bei der WTO beantragt.

"Tatsächlich werden in Mexiko eine Reihe von Produkten gefertigt, deren Einfuhr aus China nun von Seiten der USA mit Zöllen belegt wird", sagt Florian Steinmeyer, Berichterstatter der Außenwirtschaftsgesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI) in Mexiko.

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