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Bundespolizei: Warum immer mehr Flüchtlinge ihre Papiere verkaufen

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Sartorius-Chef Joachim Kreuzburg über den Forschungsgipfel Quelle imago  Hubert Jelinek

Flüchtlinge verkaufen einem Medienbericht zufolge im Internet zunehmend ihre deutschen Ausweise, Bank- und Krankenkassenkarten. So sei die Zahl der Syrer, die in der EU-Botschaften in der Türkei den Verlust ihrer Papiere gemeldet hätten, seit Ende 2016 gestiegen.

Man vermute, "dass die Reisedokumente verkauft oder anderweitig weitergegeben wurden".

Die Bundespolizei beklagt einen "florierenden Handel" mit Reisedokumenten anerkannter Asylbewerber. Empfänger der Papiere seien zumeist andere Syrer, die ebenfalls auf der Flucht sind und mit den Papieren Deutschland leichter erreichen können.

Vor allem in Griechenland würden nach Polizeiangaben solche Dokumentegehandelt.

Nach Angaben des deutschen Innenministeriums stellte die Bundespolizei imvergangenen Jahr 554 Fälle fest (2016: 460), in denen echte Dokumente zurunerlaubten Einreise nach Deutschland genutzt wurden. Die Dokumente stammten demnach aus Deutschland, Italien, Frankreich und weiteren EU-Staaten.

In wenigen Fällen, die dem Bundeskriminalamt bekannt geworden sind, missbrauchten demnach auch Terrorverdächtige deutsche Ausweise andererFlüchtlinge, um in die Bundesrepublik zu gelangen.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, bieten Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, die Deutschland verlassen haben, ihre Papiere über die sozialen Netzwerke an. Verhandelt werde in der Regel auf Arabisch, ein Paket bestehend aus deutschen Papieren, sei für rund 1000 US-Dollar (umgerechnet rund 800 Euro) zu haben, so Kenner der Szene. "In diesem Fall müsse es "einebeschleunigte Form der Abschiebung geben".

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag, forderte scharfe Sanktionen für Betrüger.

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