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Große Cyberattacke durch russische Hacker

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Andrew Brookes via Getty Images                   USA und Großbritannien werfen Russland eine weltweite Cyber Attacke vor

Die USA und Grossbritannien machen Russland für den den NotPetya-Cyberangriff 2017 verantwortlich. Dabei seien sie von der Regierung in Moskau unterstützt worden, teilten amerikanische und britische Behörden mit.

Washington/London. Die USA und Großbritannien werfen russischen Hackern eine Cyberattacke auf zentrale Elemente des Internets vor. Das Britische Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC), das FBI und das US-Ministerium für Heimatschutz veröffentlichten dazu eine gemeinsame Erklärung.

Im Detail betroffen sind den Angaben zufolge Systeme, die mit Cisco Smart Install SMI ausgestattet sind, das Netzprotokoll Generic Routing Encapsulation GRE und das Netzwerkprotokoll SNMP, das Netzwerkelemente wie Router, Server oder Computer steuert und überwacht.

Auf Basis von Geheimdiensterkenntnissen werden dort detailliert die Methoden aufgelistet, mit denen russische Hacker in großem Umfang Netzwerkinfrastrukturen infiltriert hätten.

Konkret werden aber nicht nur russische Hacker beschuldigt, sondern auch der Kreml: Von der Regierung in Moskau unterstützte Gruppen hätten die Router infiziert, so der Vorwurf aus den USA und Großbritannien.

Ziel des "bösartigen" Angriffs seien unter anderem Regierungen und wichtige Infrastruktureinrichtungen, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der zuständigen Behörden in London und Washington. Der Umfang des Schadens sei noch nicht bekannt, sagte Jeanette Manfra vom US-Heimatschutzministerium. Betroffen seien Internetanbieter, Behörden, Unternehmen und Infrastruktur weltweit.

Die britischen und US-amerikanischen Behörden kündigten für den Laufe des Tages die Veröffentlichung von technischen Einzelheiten an, damit die Angriffe erkannt und Gegenmassnahmen ergriffen werden könnten.

Ciaran Martin vom britischen National Cyber Security Centre sagte, es seien "Millionen von Maschinen" ins Visier genommen worden.

Sowohl aus den USA als auch aus Großbritannien heißt es, die Warnung zum jetzigen Zeitpunkt solle möglichen Zielen von Angriffen helfen, sich besser zu schützen. Untersucht wird weiter, ob es Absprachen zwischen russischen Vertretern und dem Wahlkampfteam von Donald Trump gab.

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