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Raketenangriff auf Syrien vermutlich Fehlalarm

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Staatsmedien: Syrische Luftabwehr schießt Raketen über Homs ab

Die Aufregung war groß: Raketen seien in den Luftraum über Homs eingedrungen, meldete das syrische Staatsmedien.

Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Die syrische Luftabwehr habe dabei mindestens 9 gegnerische Raketen abgefangen, hieß es unter anderem. Israel erklärte, "keine Kenntnis" von dem Vorfall zu haben.

Mehrere militärische Einrichtungen in Syrien sind in der Nacht zum Dienstag mit Raketen beschossen worden. Ein israelischer Militärsprecher lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab. Das syrische Staatsfernsehen wertete den Vorfall als "Aggression".

Das Pentagon in Washington erklärte dazu, derzeit gebe es "keine US-Einsätze in der Gegend". Nach offiziell unbestätigten syrischen Medienberichten sollen israelische Kampfjets die Angriffe geflogen haben. Nach diesen Berichten soll unter anderem der Flughafen Schairat in der Provinz Homs angegriffen worden sein.

Ein Sprecher der israelischen Armee sagte der Nachrichtenagentur AFP zu Gerüchten, wonach es sich um einen israelischen Angriff gehandelt haben könnte, er habe keine Informationen "zu einem solchen Vorfall".

In der Nacht zum Samstag hatten die Streitkräfte der USA, Frankreichs und Großbritanniens Ziele in Syrien mit Raketen angegriffen. Der Westen macht die syrische Staatsführung für den mutmaßlichen Giftgasangriff vom 7. April in Douma in der einstigen Rebellenenklave Ost-Ghouta verantwortlich.

Der syrische Luftwaffenstützpunkt Shayrat war bereits im vergangenen Jahr Ziel eines US-Raketenangriffs als Reaktion auf einen mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf den von Rebellen gehaltenen Ort Khan Sheikhoun, für den UNO-Experten ebenfalls den syrischen Machthaber Bashar al-Assad verantwortlich machten.

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