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Russland zensiert 15 Millionen IPs für Telegram-Sperre

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Russland zensiert 15 Millionen IPs für Telegram-Sperre

Die seit Montag durchgesetzte Blockade des Messengers Telegram hat in Russland für teilweise erhebliche Probleme bei anderen Internetdiensten geführt.

Wegen eines Streits um staatlichen Zugriff auf verschlüsselte Chats hatte ein russisches Gericht vergangene Woche die umgehende Sperre des Chatdienstes angeordnet.

Die von Russland durchgeführte Sperrung des Messengers Telegram legt auch die Clouds von Amazon und Google lahm. Laut einer eigens zur Überwachung der Zahl der gesperrten IP-Adressen eingerichteten Website sind aktuell rund 16 Millionen IPs und Subnetze gesperrt. Zello war als "Walkie-Talkie-App" bekannt und wurde zwischenzeitlich bei Protesten in Russland zur Kommunikation eingesetzt. Das Ergebnis ist jedoch nicht etwa die Sperrung von Telegram, denn der Messenger steht aktuell seinen Nutzern weiter ohne große Einschränkungen zur Verfügung.

So war von Radiostationen, Sozialen Netzwerken und den Betreibern einiger Zahlungsdienste zu hören, dass sie entweder unerreichbar waren oder nur mit Einschränkungen nutzbar waren. Dabei erwischte es auch Adressen, die zu Amazon- und Google-Diensten gehören. Auch Nintendos Switch Store, Netflix, Blizzards Battle.net und Twitch.tv sollen betroffen sein. Der Messenger soll für Nutzer in dem Land gesperrt werden.

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