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Syrien-Untersuchungen Ermittler-Team wird Zugang zum Tatort verwehrt

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Omid Nouripour ist außenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag

Russland wies die Vorwürfe zurück. "Wir verlieren die letzten Überbleibsel an Vertrauen", sagte Lawrow dem britischen Sender BBC am Montag in einem Interview. "Das ist eine weitere Erfindung der Briten", sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Montag in Moskau.

Der US-Vertreter bei der OPCW verdächtigte Russland, in Duma Beweise manipuliert zu haben. Eine direkte Konfrontation sei nicht in Sichtweite gewesen. Das Team könne nun am Mittwoch nach Duma reisen, kündigte der russische Botschafter Alexander Schulgin in Den Haag an. Der Angriff habe jedoch nie stattgefunden.

Zuvor hatten die britische und die schwedische Delegation bei der OPCW via Twitter mitgeteilt, das Experten-Team der OPCW sei am Samstag in Damaskus eingetroffen, könne aber nicht weiterreisen. "Wir haben das nicht getan, weil uns Präsident Trump darum gebeten hat, sondern weil es das Richtige war, was zu tun war - und wir sind nicht alleine", sagte sie. "Russland und Syrien haben den Zugang zu Duma noch nicht erlaubt".

Die britische Premierministerin Theresa May warf Syrien und ihrem Unterstützer Russland vor dem Unterhaus in London vor, zu versuchen, die Umstände des mutmaßlichen Chemiewaffenangriffs zu vertuschen. Eine gemeinsame Ermittlungskommission der OPCW und der Uno hatte Syriens Regierung in der Vergangenheit für mehrere Angriffe mit Giftgas verantwortlich gemacht. Die OPCW in Den Haag bestätigte die Entsendung der Experten. Wilson rief dazu auf, die Verantwortlichen für den mutmaßlichen Chlorgas-Anschlag zur Rechenschaft zu ziehen. Der Einsatz von Chemiewaffen sei aber eine Inszenierung des Westens, um den Militärschlag gegen Syrien vom vergangenen Wochenende zu rechtfertigen, sagte der Diplomat.

Zu dem eingetroffenen Team gehören unter anderem Chemiker, Mediziner sowie Waffenexperten.

Die russische Botschaft in Den Haag sagte zu, sie werde sich nicht in die Arbeit der OPCW-Experten einmischen, die den Vorfall vor Ort untersuchen sollen. Schnell zu handeln sei wesentlich gewesen, um weiteres menschliches Leid zu verhindern und die Sicherheit der beteiligten Streitkräfte zu gewährleisten, erklärte May.

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