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Syrische Luftabwehr fing mehrere Raketen über Homs ab

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Lëtzebuerger Journal

Zwar berichteten auch russische und israelische Medien über die vermeintlichen Angriffe - allerdings beriefen sie sich auf Berichte der syrischen Staatsagentur Sana und des syrischen Staatsfernsehens. Die syrische Luftabwehr habe dabei mindestens neun gegnerische Raketen abgefangen, hiess es unter anderem.

Den Berichten zufolge soll auch der Flughafen Schairat angegriffen worden sein. Dort gibt es zwei weitere Luftwaffenstützpunkte. Dies war ein Vergeltungsschlag für einen mutmaßlichen Giftgasangriff auf die Stadt Duma am 7. April, für den die westlichen Verbündeten Assad verantwortlich machen. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte der Nachrichtenagentur AFP zu den Gerüchten, er habe keine Informationen "zu einem solchen Vorfall". Ein Pentagonsprecher erklärte, in dem besagten Gebiet gebe es keine US-Militäreinsätze.

Syrische Staatsmedien melden, dass israelische Kampfflugzeuge verschiedene Ziele im Land angegriffen haben sollen.

Die Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums, Heather Babb, sagte, in der betroffenen Gegend in Syrien gebe es weder US-Einsätze noch Einsätze der US-geführten Koalition im Kampf gegen die Terrororganisation Daesh.

Am vergangenen Wochenende griffen die Westmächte USA, Großbritannien und Frankreich als Reaktion auf einen neuen Chemiewaffeneinsatz in der Ortschaft Douma (Duma) mehrere Ziele in Syrien an. Nach Angaben aus Washington und Paris richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen zur Chemiewaffen-Produktion. Bei der Attacke wurden nach Angaben von Helfern mehr als 40 Menschen getötet.

Die syrische Militärbasis Shayrat bei Homs wurde bereits bei Raketenangriffen durch das US-Militär 2017 bombardiert.

Von Mittwoch an sollen sich unabhängige Ermittler der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) vor Ort ein Bild von der Lage machen.

OPCW-Chef Ahmet Üzümcü sagte bei einer Dringlichkeitssitzung in Den Haag, Moskau und Damaskus hätten "Sicherheitsprobleme" angeführt, die dem Besuch in Douma noch im Wege stünden. Die Experten müssten aber "so schnell wie möglich" dorthin gelangen, da Beweise für den Einsatz chemischer Waffen extrem flüchtig seien. Am Abend wurde dann in der russischen Botschaft in Den Haag der Mittwoch als Zieltag genannt. Vor wenigen Tagen hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Luftangriffe auf syrische Chemiewaffeneinrichtungen ausgeführt. Bis dahin sollten die Straßen nach Douma von Minen geräumt sein.

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