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Tarifeinigung im öffentlichen Dienst in Sicht

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Innenminister Seehofer

Angestellte im öffentlichen Dienst können sich rückwirkend über eine Gehaltserhöhung freuen. Es ist die erste Verhandlungsrunde für ihn als Innenminister. Die Verhandlungen sollen nach den bisherigen Planungen bis morgen dauern.

Regensburg (ots) - Immer wieder das gleiche Spiel: Im Vorfeld von Tarifverhandlungen, wie jetzt im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen, lassen die Gewerkschaften ihre Muskeln spielen.

Diese Nachricht wurde am 17.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte vor Beginn des entscheidenden, vorerst letzten Verhandlungstages, Arbeitgeber und Gewerkschaften seien "einer Einigung näher gekommen".

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen hatte am Sonntag begonnen. Der kommunale Arbeitgeberverband VKA erörterte das Resultat in einer Mitgliederversammlung mit den Vertretern der deutschen Kommunen. Möglich sind eine Einigung oder ein vorläufiges Scheitern der Gespräche - dann dürfte es wohl auch zu weiteren Streikaktionen kommen. Nach massiven Warnstreiks in der vergangenen Woche haben die Verhandlungspartner eine Lösung für das künftige Einkommen von 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen gefunden.

Die Einigung zeichnete sich bereits am Vormittag ab.

Wie in Verhandlungskreisen bestätigt wurde, verständigte sich die Spitzengruppe um Verdi-Chef Frank Bsirske und Bundesinnenminister Horst Seehofer auf mehrstufige Lohnerhöhungen. Die Gewerkschaften wollen aber, dass das Verhandlungsergebnis wie üblich auf die 344.000 Beamten, Richter und Soldaten sowie die 182.000 Versorgungsempfänger übertragen wird.

Stimmen die Gremien dem Ergebnis der Verhandlungsführer zu, wären drohende Warnstreiks endgültig abgewendet.

Vor allem ein von den Gewerkschaften geforderter Mindestbetrag von 200 Euro mehr Einkommen für die unteren Lohngruppen galt als problematisch für die Arbeitgeber in Bund, Ländern und Kommunen.

Verdi und der dbb hatten für die Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn gefordert, mindestens aber 200 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit aber nur von zwölf Monaten.

Nach zuversichtlichen Tönen zu Beginn der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde waren zunächst "Komplikationen" aufgetreten.

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