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Medizin

Zu wenig geimpft? 31 Masern-Fälle in Duisburg

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Dies geht aus den neuen Impfquoten bei Schulanfängern hervor, die das Robert-Koch-Institut in Berlin vorlegte. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) haben 2016 zwar erstmals alle Bundesländer bei der ersten Masernimpfung die benötigte Quote von 95 Prozent erreicht. Bei der für den Schutz entscheidenden zweiten Masernimpfung stieg die bundesweite aber nur geringfügig auf knapp 93 Prozent. Die Quote von 95 Prozent für die zweite Impfung sei nötig, um die ansteckende Virus-Erkrankung auszurotten.

Diese Nachricht wurde am 20.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

"Es ist verantwortungslos, Kinder nicht gegen Masern impfen zu lassen oder eigene Impflücken hinzunehmen".

Das Ziel hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits gesetzt: Eine Welt ohne Masernkranke.

Für 2017 registrierte das RKI 929 Masernerkrankungen, fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Weltweit verhindern Impfungen nach EU-Angaben jährlich rund 2,5 Millionen Todesfälle und trotzdem sind die Impfraten in Europa zu niedrig. Dadurch will das Europaparlament eingreifen und Impfskepsis den Kampf ansagen.

"Ärzteschaft, Schulen, Kitas, Betriebe, Behörden und natürlich die Eltern müssen noch besser zusammenarbeiten", sagte Spahn am Donnerstag laut Mitteilung anlässlich der Europäischen Impfwoche, die am Montag beginnt. Allerdings schwanken die Zahlen von Jahr zu Jahr stark. Im Zeitraum 2008 bis 2015 gab es demnach in Europa 215.000 Krankheitsfälle, die durch eine Spritze vermieden worden wären - Grippe ist da noch nicht mitgezählt. Der CDU-Abgeordnete Peter Liese erklärte: "Leider sind über die Impfungen zu viele Fake News im Umlauf und die Menschen vermeiden Impfungen im Glauben, das sie gefährliche Nebenwirkungen haben".

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