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Medizin

Erzgebirgskreis jetzt auch Zeckenrisikogebiet

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Borrelien sind längliche spiralförmige Keime

Nun ist auch der Erzgebirgskreis vom Robert-Koch-Institut offiziell als Risikogebiet eingestuft worden - genauso wie Zwickau und Bautzen. Insgesamt gibt es in Deutschland jetzt 156 Risikokreise. Damit steigt die Zahl der FSME-Risikogebiete in Thüringen auf zehn. Dabei handelt es sich um die kreisfreie Stadt Suhl und den Ilm-Kreis, wie eine RKI-Sprecherin am Freitag sagte. Alle grenzen an bereits bestehende Risikogebiete in Deutschland oder Tschechien. Keinerlei FSME-Fälle gab es bislang nur in Bremen und Hamburg. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME ist eine durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung.

Bisher bestand in Sachsen nur im Vogtlandkreis eine besonders hohe Gefahr sich durch Zeckenbisse mit FSME zu infizieren.

Zecken können den Erreger einer virusbedingten Hirnhaut- oder Gehirnentzündung übertragen. Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen 21 Erkrankungen gemeldet. Milde Winter sorgen zudem dafür, dass die Zecken schon recht früh aktiv werden. Auch Gärten sind Zeckengebiet, selbst wenn diese mehrere hundert Meter vom Wald entfernt liegen. Menschen, die in FSME-Risikogebieten wohnen und arbeiten oder dort Urlaub machen, empfehlen die Fachleute eine Impfung. Die Mehrzahl (97 Prozent) der 2017 gemeldeten FSME-Erkrankten war dem RKI zufolge gar nicht oder unzureichend geimpft. Die Schätzungen zu den Krankheitsfällen schwanken sehr stark zwischen 40.000 und 120.000 pro Jahr.

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