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Medizin

Sieben Millionen Tote im Jahr

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WHO Sieben Millionen Menschen sterben pro Jahr wegen dreckiger Luft

Nur in reichen Ländern sei die Lage besser.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben weltweit sieben Millionen Menschen durch dreckige Luft.

Weltweit atmeten neun von zehn Menschen Luft ein, die eine zu hohe Konzentration an Schadstoffen aufweist, beispielsweise Sulfat, Nitrat und Ruß.

Die Regierungen müssten entschlossener gegen die tödliche Verschmutzung ankämpfen, forderte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Giftige Partikel wie diese sind nach Schätzungen der WHO für ein Viertel aller Todesfälle durch Herzkrankheiten und Hirnschlag bei Erwachsenen verantwortlich.

Die WHO unterscheidet zwischen schlechter Luft im Haus und außerhalb. Im Haus handele es sich meist um Rauch durch offenes Feuer sowie Kerosin- und Holzverbrennung zum Kochen oder für Licht. Mehr als drei Millionen Menschen hätten nach wie vor keinen Zugang zu sauberen Brennstoffen und fortschrittlichen Technologien in ihren Haushalten. Industrieabgase und der Schadstoffausstoß durch Autos und andere Fahrzeuge tragen den Angaben nach erheblich zu den Todesfällen bei.

Betroffen sind vor allem Menschen in Megametropolen Asiens und Afrikas, gefolgt von Ländern im östlichen Mittelmeerraum, Europa und Amerika. "In vielen Mega-Städten liegt die Schadstoffbelastung fünf Mal so hoch wie von der WHO empfohlen", so Maria Meira, Direktorin für öffentliche Gesundheit.

Für den Bericht wertete die WHO Daten aus 4300 Städten aus, im vergangenen Jahr waren es noch 3000 gewesen. Daraus schließt Meira, dass das Problem erkannt ist und die Städte die Situation verbessern wollten.

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