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Zwischen #MeToo und Oscarpreisträgern: Startschuss für Filmfest Cannes

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Lars von Trier

Jetzt geht es los - mit Penélope Cruz und Javier Bardem. Mit der Eröffnung der 71. Ausgabe und der Premiere von "Everybody knows" des iranischen Oscarpreisträgers Asghar Farhadi ist am Dienstag ein Festival gestartet, in dem vieles anders sein wird als in den Vorjahren: Selfie-Verbot für den roten Teppich, keine Netflix-Produktionen, keine Vorab-Vorführungen für die Presse - und auch die Folgen des Skandals um Hollywood-Mogul Harvey Weinstein werden spürbar sein. Zur Eröffnung werden der Regisseur Asghar Farhadi und seine Stars erwartet: Penélope Cruz und Javier Bardem. Der Regisseur drehte dafür zum ersten Mal auf Spanisch.

Der Film erzählt von einer Spanierin, die in Argentinien lebt und für eine Hochzeit in ihre Heimat zurückkehrt. Doch diese verschwindet plötzlich spurlos.

"Everybody knows" ist einer von 21 Beiträgen, die in diesem Jahr im Wettbewerb des südfranzösischen Filmfestivals um die Preise konkurrieren.

Blanchett machte kein Geheimnis aus ihrer Unzufriedenheit über die geringe Anzahl weiblicher Regisseure, die sich in diesem Jahr um die Goldene Palme bewerben. Preisvergabe ist am 19. Mai.

Photocall der Jury: Kristen Stewart, Ava DuVernay, Cate Blanchett, Lea Seydoux, Khadja Nin. Wim Wenders aber zeigt in einer Sondervorführung seine Dokumentation "Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes". An seiner Seite ist Emilia Clarke ("Game of Thrones") zu sehen.

Das Festival steht in diesem Jahr im Zeichen der #MeToo-Debatte um sexuelle Übergriffe in der Filmbranche.

Die beiden Spanier beeindruckten dabei nicht nur mit ihrer schauspielerischen Leistung, sondern auf dem roten Teppich vor allem mit ihrem Stilgefühl. Der Däne war vor sieben Jahren wegen seiner Nazi-Äußerungen zur Persona non grata erklärt worden - einer der größten Skandale in Cannes. Außer Konkurrenz wird er "The house that Jack built" über einen Serienmörder zeigen.

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