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Aufregung bei EBU: Chinasender zensierte Regenbogenflaggen und schnitt turtelnde Tänzer

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China zensiert schwules Paar beim Song Contest: Rauswurf!

Die Fernsehanstalt hatte bei der Übertragung des ersten Halbfinales des laufenden Eurovision Song Contests Regenbogenflaggen verpixelt und den Auftritt des Iren Ryan O'Shaughnessy herausgeschnitten, der zwei männliche Tänzer auf der Bühne hat. Doch die Zuseher in China bekamen diese Liebe und ihr tragisches Scheitern nicht zu sehen - jetzt zieht die EBU daraus die Konsequenzen.

Wien/Lissabon - Die European Broadcasting Union (EBU) hat nach der Zensur homosexueller Inhalte die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Sender Mango TV für heuer beendet. So bekamen die ESC-Fans in China das Symbol der internationalen LGBT-Bewegung während dem Auftritt der Schweizer Gruppe ZIBBZ nur unscharf maskiert zu sehen. Tänzer Alan McGrath zeigt Mango TV auf seine eigene Weise die rote Karte: mit einer Liebeserklärung an seinen Freund.

Grund dafür sind die Richtlinien des chinesischen Staates, die es verbieten, "abnormale sexuelle Beziehungen und Verhaltensweisen wie Inzest, gleichgeschlechtliche Beziehungen, sexuelle Perversionen, sexuelle Übergriffe, sexuellen Missbrauch, sexuelle Gewalt und ähnliches" zu senden. Auch Albaniens Beitrag wurde in China nicht gezeigt. Denn diese sehen vor, dass der ganze Bewerb ungeschnitten und unbearbeitet gezeigt werden muss.

Das diesjährige ESC-Finale aus Lissabon wird am Samstag in Deutschland ab 21 Uhr im Ersten ausgestrahlt und ist auch im Stream auf eurovision.de verfügbar. In einem Statement der EBU heißt es: "Das steht nicht im Einklang mit den Werten der EBU von Universalität und Inklusivität und der stolzen Tradition, Vielfalt durch Musik zu feiern".

Die EBU hat kurz nach dem Halbfinale durchgegriffen und die Zusammenarbeit mit Mango TV beendet. "Sie haben es sich nicht leicht gemacht".

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