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Bei der Zerschlagung von innogy im Südviertel soll es keine Kündigungen geben

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Eon gewinnt mehr Kunden- Gewinn steigt kräftig

Außerdem berge die lange Vollzugsdauer der Transaktion erhebliche Risiken. Eon-Chef Johannes Teyssen versicherte den Innogy-Mitarbeitern, sie würden auch nicht schlechter behandelt als Eon-Beschäftigte. Eon würde das lukrative Netzgeschäft und den Stromvertrieb von Innogy behalten, während die erneuerbaren Energien beider Konzerne unter dem Dach von RWE vereint werden sollen. Kleinanleger besitzen weniger als 1 Prozent der Innogy-Papiere. Der Wert beläuft sich damit auf 4,9 Milliarden Euro.

RWE hält rund 77 Prozent des Innogy-Kapitals.

Die Übernahme von Innogy soll bei Eon der ehemalige RWE-Manager Leonhard Birnbaum organisieren. "Werden jedoch die weitreichenden Tauschgeschäfte zwischen Eon und RWE in die Überlegungen einbezogen, können Vorstand und Aufsichtsrat die Angemessenheit des Angebots für die Minderheitsaktionäre nicht abschließend beurteilen". Zwar sei in die Gespräche in den vergangenen Tagen etwas Bewegung gekommen. Die Unternehmensführungen von Innogy, Eon und RWE hätten sich mit Gewerkschaften und Betriebsräten darauf verständigt, bestehende Tarifverträge zur sozialverträglichen Absicherung von Personalmaßnahmen weiter anzuwenden, teilten die Gewerkschaften Verdi und IG BCE am Freitag mit.

Essen (energate) - Die Innogy-Führung hat das Übernahmeangebot von Eon an die Innogy-Aktionäre für "angemessen" bewertet. Dabei sollen bis zu 5000 Stellen entfallen. Gewerkschaften und Betriebsräte fordern den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.

Eon will zukünftig stärker in Glasfasernetze investieren: "Wir prüfen derzeit, wie wir unsere Aktivitäten in diesem Markt ausbauen können", sagte Teyssen.

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