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Sika und Saint-Gobain sind sich einig

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Alles geklärt Eingang zum Sika Sitz in Zürich

Das französische Unternehmen kauft die Namenaktien der Gründerfamilie von Sika. Saint-Gobain wird Aktionärin, übernimmt aber nicht die Kontrolle bei Sika. In ihr sind die Namenaktien der Familie Burkard gebündelt. An den GVs hat er die Stimmen der Familie auf unter 5 Prozent beschränkt. Doch weil Saint-Gobain einen Teil des Aktienpakets gleich wieder an Sika verkauft, erhält das Unternehmen doch nicht die Kontrolle über Sika. Fr.an das Schweizer Bauchemieunternehmen. Seine Beteiligung von 10 Prozent will Saint-Gobain während mindestens zwei Jahren behalten. Der Sika-Verwaltungsrat plant zudem, die Aktienstrukturen zu vereinfachen. Der Verwaltungsrat von Sika wird eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, damit die Aktionäre die Einheitsaktie einführen und die Vinkulierungsklausel abschaffen. Damit wird Sika zu einer reinen Publikumsgesellschaft.

Saint-Gobain lässt sich die Transaktion 3,22 Mrd. Fr. kosten. Das ist die Summe, die sie für die SWH bezahlt. Fr. über dem ursprünglich 2014 vereinbarten Kaufpreis. Darin spiegelt sich die Wertsteigerung von Sika. Dieser Betrag enthält gemäss Unternehmensangaben eine Prämie von 795 Millionen gegenüber dem Börsenkurs vom 4. Mai 2018.

Der langjährige Streit um Sika (SIK 7505 1.08%) ist zu Ende.

Der Streit zwischen der Mehrheit des Sika-Verwaltungsrats und der Familie Burkard hatte sich im Dezember 2014 entzündet. Zudem muss Saint-Gobain noch dieses Jahr reagieren. Mit einem Kapitalanteil von bloss 16% hätte die französische Gesellschaft die Kontrollmehrheit bei der Schweizer Firma übernommen, da die Namenaktie im Vergleich mit der Inhaberaktie eine sechs Mal höhere Stimmkraft aufweist. Sie begründeten ihre Ablehnung unter anderem damit, dass Sika und Saint-Gobain im Mörtelgeschäft Konkurrenten seien. Damit streiche Saint-Gobain einen Gewinn auf der Transaktion ein. Da die Familie bzw. die SWH aber nicht ihre ganze Stimmkraft zur Geltung bringen konnte, misslang der Besitzerwechsel. Die Auseinandersetzung wurde zu einem Gerichtsfall. Die Erbenfamilie reichte dagegen beim Zuger Kantonsgericht eine Klage ein.

Sika wiederum erwarb von SWH eine Kapitalbeteiligung von 6,97 Prozent an Sika zu einem Gesamtpaketpreis 2,08 Milliarden. Zudem soll die 5% Vinkulierung und das Opting-Out abgeschafft werden. Der Verwaltungsrat hatte dagegen argumentiert, dass das Regime auch gelte, wenn der Verkauf über die Holding abgewickelt wird.

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