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USA verhängen neue Sanktionen gegen den Iran

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Donald Trump Quelle AP

Mit dem Geld seien terroristische Aktivitäten der Al-Quds-Brigaden (Al-Kuds-Brigaden), der Eliteeinheit der Revolutionsgarden, finanziert worden.

Die amerikanische Regierung hat drei Firmen und sechs Personen mit Sanktionen belegt.

Die USA mach kurz nach Aufkündigung des Atomdeals ernst und gehen gezielt gegen Finanzquellen der mächtigen iranische Revolutionsgarden vor. Sie versorgen Washington zufolge mit dem Iran verbundene Terrorgruppen und Milizen, etwa in Syrien und im Libanon. Mit der Maßnahme solle die Geldversorgung der Revolutionsgarden unterbunden werden, erklärte Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag. Er dankte ausdrücklich den Behörden in den Emiraten für ihre Hilfe bei dem Vorgehen gegen die Geldwechsler der Revolutionsgarden.

US-Präsident Trump hatte am Dienstag den Rückzug seines Landes aus dem Atomabkommen mit dem Iran bekanntgegeben und der Führung in Teheran unter anderem vorgeworfen, den Terrorismus zu unterstützen. Das Finanzministerium in Washington verhängte demnach Sanktionen gegen ein Netzwerk, das Millionensummen in Dollars umgetauscht und an die Garden geschleust habe soll.

Im Februar 2015 hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass vor dem Atomabkommen vom Juli desselben Jahres mindestens eine Milliarde Dollar in die Islamische Republik geschmuggelt worden sei.

Gemeinsam mit den Arabischen Emiraten habe das US-Finanzministerium laut Mitteilung ein Netzwerk von Tauschhändlern und Kurieren hochgehen lassen.

Die Strafmaßnahmen sind ein neuer Schritt und nicht Teil der umfassenden und rigiden US-Wirtschaftssanktionen, die sich direkt auf das iranische Nuklearprogramm beziehen.

Mittelsmänner des iranischen Regimes und der Zentralbank hätten in den Vereinigten Arabischen Emiraten örtliche Währung im Wert von Millionen US-Dollar für die Revolutionsgarden gewechselt, fügte Mnuchin hinzu.

Die Personen und Firmen wurden den Angaben zufolge auf eine Liste gesetzt, die auf mutmassliche Terroristen und die Finanzaktivitäten des Irans zielt.

Die USA haben weitere Sanktionen gegen den Iran verhängt.

Die US-Regierung wartet nicht lange. Dies gelte unabhängig davon, ob das Atomabkommen "in Kraft bleibt oder nicht". Die Vereinigten Staaten stufen sie als Terrororganisation ein. Aus Teheran kommen indessen bisher gemischte Signale zur Zukunft der Vereinbarung.

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