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"War so naiv": Weinsteins Noch-Ehefrau bricht ihr Schweigen

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Georgina Chapman

Sieben Monate nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen Harvey Weinstein bricht seine Noch-Ehefrau Georgina Chapman ihr Schweigen. "So naiv", sagt die Modedesignerin Chapman in dem Interview. Chapman beteuerte in dem Gespräch, dass sie von den mutmaßlichen sexuellen Übergriffen Weinsteins gegen zahlreiche Frauen nichts gewusst habe: "Wir führten eine - wie ich damals dachte - glückliche Ehe". Sie sei "so naiv" gewesen, sagte die 42-Jährige. "Ich liebte mein Leben".

Chapman ist die Mitbegründerin des Modelabels Marchesa.

Seit 2007 sind Georgina Chapman und Harvey Weinstein verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder. Kurz nach dem Bekanntwerden der schweren Vorwürfe gegen ihn verließ sie ihren Mann und lässt sich derzeit scheiden. Auf die Frage, ob sie jemals Verdacht geschöpft habe, sagte Chapman: "Absolut nicht, niemals". Sie sei fünf Monate lang nicht mehr ausgegangen. Chapman sagte in dem Interview zudem, sie sehe sich selbst nicht als Opfer, brach aber in Tränen aus, als sie über ihren Sohn und ihre Tochter sprach. Wie werden ihre Leben einmal aussehen? Chapman will mit den Kindern nun auf einen Bauernhof im Bundesstaat New York ziehen. Seit vergangenen Oktober werfen dutzende Frauen Weinstein öffentlich vor, sie belästigt, misshandelt oder vergewaltigt zu haben. Weinsteins Karriere ist am Ende, seine bis dato sehr erfolgreiche Filmproduktionsfirma Weinstein Company musste Konkurs anmelden. Die Enthüllungen legten den Grundstein für die weltweite #MeToo-Debatte über sexuelle Übergriffe.

Allerdings, sagte Chapman der "Vogue", habe sie trotz Auftragseinbrüchen noch loyale Unterstützer. Bei der Met Gala in New York - einem gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres - trug Hollywoodstar Scarlett Johansson am Montag demonstrativ ein Marchesa-Kleid. Es ist das erste Mal seit Ausbruch des Skandals, dass eines von Chapmans Entwürfen auf einem roten Teppich getragen wurde.

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