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Unterhaltung

Bühnenbildner Karl-Ernst Herrmann gestorben

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48 Bühnenbilder hat er für ihn kreiert, zuletzt im Februar für Shakespeares "König Lear" in Stuttgart.

Herrmanns Entwürfe für Inszenierungen etwa für Luc Bondy, Klaus Michael Grüber, Matthias Hartmann, Dieter Giesing, Thomas Langhoff, Christof Nel, Peter Stein und George Tabori hätten Ästhetik und Bühnenlicht des Theaters maßgeblich beeinflusst, teilte das Wiener Burgtheater mit.

Er gründete die Berliner Schaubühne mit und prägte das deutsche Theater über 50 Jahre.

Herrmann wurde 1936 in Neukirch/Oberlausitz geboren. Als Ausstatter war Karl-Ernst Herrmann in Salzburg u. a. für Botho Strauß' "Das Gleichgewicht" und Tschechows "Kirschgarten" verantwortlich.

Nach einer Station in Bremen, wo er unter anderem den Regisseur Peter Stein und die Schauspieler Bruno Ganz, Jutta Lampe und Edith Clever kennenlernte, ging Herrmann nach Berlin. Dort arbeitete er 1968 mit Claus Peymann an der Freien Volksbühne zusammen. Nach seinem Bühnenbildstudium an der Berliner Akademie für bildende Kunst debütierte er 1961 am Stadttheater Ulm.

1982 gab er sein Debüt als Regisseur: Gemeinsam mit seiner Frau Ursel inszenierte er am Brüsseler Theatre de la Monnaie Mozarts "La clemenza di Tito". Danach folgten Engagements an bedeutenden Opernhäusern von Amsterdam bis Wien - und immer wieder auch beiden Salzburger Festspielen. Karl-Ernst Herrmann hat auch diese Aufgabe bravourös gemeistert: Der Bühnenbildner und Regisseur ließ die Liebespaare durch eine surreale Traumlandschaft wandeln - und entfaltete dabei eine solche Magie, dass die Produktion jahrelang lief.

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