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Zweitligist Aue legt Widerspruch gegen das 0:1 in Darmstadt ein

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DFB ermittelt gegen Aue-Präsident Leonhardt. Vereinspräsident Helge Leonhardt

Mit einer Entscheidung vor dem Sportgericht sei bis Mittwoch zu rechnen, hieß es. Das teilte der DFB auf "SID"-Anfrage mit". Der Auer Vereinsboss Helge Leonhardt hatte in einem MDR-Interview unmittelbar nach dem Spiel einen Betrug zumindest angedeutet. Er hatte nach der Niederlage am Sonntag in Darmstadt davon gesprochen, dass sein Verein verschaukelt worden sei und er nicht wisse, "ob fahrlässig oder vorsätzlich".

Schiedsrichter Storks hatte in der Partie übersehen, dass der Ball nach einem Schuss von Aues Calogero Rizzuto (4. Minute) erst deutlich hinter der Torlinie geklärt wurde. Allerdings sind die Chancen für Aue sehr gering, denn es handelt sich um Tatsachenentscheidungen des Unparteiischen, die nicht angetastet werden dürfen. Als Tabellen-16. muss Aue nun in der Relegation gegen Drittligist Karlsruhe am 18. und 22. Mai (jeweils um 18.15 Uhr/ZDF und Eurosport) um den Klassenerhalt zittern.

"Diese ganz klar und in aller Welt sichtbaren Fehler dürfen und können wir nicht im Raum stehen lassen und einfach so hinnehmen. Uns wurde ein reguläres Tor nicht anerkannt, zudem wurden uns zwei klare Elfmeter verwehrt", erklärte Leonhardt im Namen des Vorstandes.

Leonhardt weiter: "Das Fairplay wurde vom Schiedsrichterteam gestern mit Füßen getreten". Aber Fehler können passieren, das ist menschlich.

► Unterdessen meldet sich der Chef der Schiedsrichterkommission Elite, Lutz Michael Friedrich, zu Wort: "Das Spiel ist aus Schiedsrichtersicht nicht gut gelaufen". Aue legte deshalb am Montag Widerspruch gegen die Spielwertung ein. "Daraus aber den Vorwurf eines Vorsatzes abzuleiten, das ist entschieden zurückzuweisen".

►Ein Auer Stadtrat geht sogar noch einen Schritt weiter: Tobias Andrä (35, parteilos) stellte bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt Strafanzeige wegen des Verdachtes des Betruges gegen Referee Storks.

In einem weiteren Brief an Fröhlich fordert er vom DFB, disziplinarische Maßnahmen gegen Storks zu ergreifen.

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