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Deutsche Wirtschaft: Wir stellen ein

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Im vierten Quartal 2017 war die Wirtschaft in der Eurozone noch um 0,7 Prozent gewachsen

Der Bundesregierung zufolge wird die Wirtschaft 2018 das neunte Jahr in Folge wachsen, und das so kräftig wie seit 2011 nicht.

Getragen wurde das Wachstum unter anderem durch privaten Konsum sowie durch den anhaltenden Bauboom. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2018 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Im vierten Quartal 2017 hatte sich die Wirtschaftsleistung noch um 0,6 Prozent erhöht, im dritten Quartal um 0,7 Prozent.

Ökonomen hatten mit einer Delle gerechnet. "Wir betrachten die eher verhaltene wirtschaftliche Entwicklung zu Jahresbeginn als eine temporäre Wachstumsdelle und nicht als den Beginn einer längeren Wachstumsabschwächung", erklärten beispielsweise Allianz-Volkswirte.

Auch das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone hat zu Jahresbeginn deutlich nachgelassen. Deshalb sei der Aufschwung weitaus unempfindlicher gegen weltwirtschaftliche Verwerfungen als noch vor zehn Jahren, "und wenn diese Stabilitätskräfte weiter wirken, sind wir optimistisch, dass er sich fortsetzt".

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich wegen einer Schwäche bei den Exporten und einem geringeren Staatskonsum überraschend halbiert. Für das laufende Jahr rechnete sie zuletzt mit einem Plus von 2,3 Prozent und für das kommende Jahr mit 2,1 Prozent.

"Die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die Vereinigten Staaten und die Befürchtungen einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts mit den USA sowie weiter steigender Rohölpreise haben die Konjunkturerwartungen für Deutschland belastet", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Damit bleibt der Euro-Raum konjunkturell hinter den USA zurück, deren BIP zu Jahresbeginn der Regierung zufolge angeblich um 0,6 Prozent zugelegt haben soll. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Januar und März nur noch um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Die Bundesagentur für Arbeit ermittelte im April 5,3 Prozent Arbeitslosenquote, -0,2 Prozentpunkte weniger als im März. "Wir gehen von einer Erholung der Konjunkturdynamik im Jahresverlauf aus und erwarten Raten von etwa 0,5 Prozent pro Quartal", wird ein Analyst der BayernLB zitiert. Eine BIP-Wachstumsrate von spürbar über zwei Prozent im Jahresdurchschnitt wird damit schwierig zu erreichen. Spanien hielt sein relativ hohes Wachstumstempo mit 0,7 Prozent.

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