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"Fegefeuer der Eitelkeiten" US-Autor Tom Wolfe mit 87 Jahren gestorben

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Tom Wolfe sitzt auf einem Sofa während eines Interviews

Der Bestseller behandelt den Börsenboom der 1980er Jahre und die rein materiell orientierte Kultur der Reagan-Jahre.in der Folge erwarb sich Wolfe seinen Ruf als präziser und bissiger Beobachter der US-amerikanischen Gesellschaft. Wie seine Agentin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, starb der Autor und Journalist am Montag in einem Krankenhaus in Manhattan. Auf der einen Seite verkaufte er Millionen Bücher und scharte eine treue Fangemeinde um sich, auf der anderen Seite legte er sich immer wieder mit dem literarischen Establishment an. Die Stadt war die Wahlheimat des im Bundesstaat Virginia geborenen US-Amerikaners. Er war das Kind einer wohlhabenden Professoren- und Plantagenbesitzer-Familie. Seine Mutter führte ihn in die Künste ein, liess den kleinen Tom in Ballett- und Stepptanz ausbilden, zeichnete und las viel mit ihm.

Er studierte an der Elite-Universität Yale und bewarb sich dann als Journalist. An seinem Status als "erster Pop-Journalist" ("Guardian") und zumindest Miterfinder des New Journalism, der literarisches und nichtfiktionales mischt, wurde nicht gerüttelt.

In den vergangenen Jahren hatte sich der 87-Jährige, der nie leugnete, auch ein eitler Selbstdarsteller zu sein, zunehmend von der Öffentlichkeit zurückgezogen. "Zwei Absagen." Die "Springfield Union" in Massachusetts stellte ihn an.

Über einige andere Zeitungsjobs landete Wolfe schließlich in New York und bei der Belletristik. "Mir wurde klar, dass ich es nur schaffen kann, wenn ich mir eine Abgabefrist setze". "Der grösste Spass am Schreiben ist das Entdecken".

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