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Medizin

Kongo: Ebola-Seuche hat nach erneutem Ausbruch bereits 18 Todesopfer gefordert

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4000 Impfdosen eines experimentellen Impfstoffs wurden zur Ebola-Bekämpfung in das betroffene Gebiet im Kongo verschickt

Nach dem Ebola-Ausbruch im Kongo in Afrika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt ein mobiles Labor vor Ort im Einsatz, um schnellere Diagnosen zu stellen. Neben zwei offiziell bestätigten Ebola-Erkrankungen stieg die Zahl der womöglich Betroffenen in den vergangenen Tagen auf fast 30 weitere Fälle an - es handelt sich um 25 wahrscheinliche und zwölf vermutete Infizierte. 18 Menschen starben bereits. Eine Übertragung der Viren geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Erkrankten. Die WHO hofft, dass der Ausbruch sich mit rigorosen Überwachungsmaßnahmen von mehr als 480 Kontakten der möglicherweise Infizierten eindämmen lässt und nicht auf Nachbarländer übergreift.

Die WHO will in dieser Woche mit einer Impfkampagne in der Gegend beginnen.

Das in den meisten Fällen tödliche Virus, das hohes Fieber und starke innere Blutungen auslöst, wurde zum ersten Mal 1976 am Ebola-Fluss in der Demokratischen Republik Kongo registriert.

Ebola ist eine oft tödliche Virus-Krankheit. Ende 2013 hatte eine verheerende Ebola-Epidemie mehrere westafrikanische Staaten heimgesucht.

Erschwerend kommt hinzu, dass der vermutliche Infektionsherd in einem abgelegenen Urwaldgebiet ohne ausgebaute Straßen oder Flugpisten liegt: Ärzte und andere Experten der WHO müssen mit Hubschraubern in das Seuchengebiet geflogen werden. Im Kongo war die Ebola-Seuche zuletzt im Jahr 2017 aufgetreten. Zwischen 2014 und 2016 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone tausende Menschen an Ebola.

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