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Nordkorea beginnt mit Abbau seines Atomtestgeländes

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Atomtestgelände Punggye-ri im Nordosten Nordkoreas

Offenbar hat Nordkorea damit begonnen, Gebäude auf seinem Atomtestgelände abzureißen. Einige wichtige Einrichtungen an den Eingängen des weitläufigen Testgeländes Punggye-ri im Nordosten des Landes seien abgerissen worden, berichteten die Experten der auf Nordkorea spezialisierten Nachrichtenseite "38 North" des US-Korea-Instituts.

Nordkorea hatte am Wochenende angekündigt, die Testanlage zwischen dem 23. und dem 25. Mai zu sprengen. Mai zeigten "den ersten eindeutigen Beweis, dass der Rückbau des Versuchsgeländes in vollem Gange sei", berichtete die renommierte Website "38 North" des Korea-Instituts an der John-Hopkins-Universität in Baltimore am Montag.

Den angekündigten Abbau seiner Atomanlagen will Nordkorea durch acht Reporter aus dem Süden beobachten lassen. Sämtliche Tunnel sollen durch Explosion zum Einsturz gebracht und alle Eingänge blockiert werden. Bei dem mit Spannung erwartete Gipfeltreffen von Machthaber Kim mit US-Präsident Trump am 12. Juni in Singapur geht es um eine friedliche Lösung des Atomstreits.

In Punggye-ri hatte Nordkorea seine sechs Atomtests durchgeführt, den bisher letzten im September 2017. Der Uno-Sicherheitsrat hatte daraufhin der Führung in Pjöngjang einen erneuten Verstoß gegen Resolutionen des Gremiums vorgeworfen und die Sanktionen gegen das Land verschärft.

Die Schließung des in einer Bergregion liegenden Testkomplexes ist ein symbolischer Schritt, mit dem das abgeschottete Land vor der Welt seine Bereitschaftzum Abbau seines Atomwaffenprogramms demonstrieren will.

Bei den Gesprächen mit Nordkorea am Mittwoch im Grenzort Panmunjom wolle Südkorea versuchen, "die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und einen dauerhaften Frieden zu schaffen", teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Dienstag mit. Das Testgelände ist nach Einschätzung chinesischer Geologen durch frühere unterirdische Atomtests beschädigt und zurzeit unbrauchbar. Die Reporter dürften zusammen mit ausländischen Journalisten über Peking nach Nordkorea einreisen.

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