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Protest gegen Insektensterben: Penny zeigt, wie leer ein Supermarkt ohne Biene aussähe

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Gähnende Leere im Regal: Bei der Aktion "Stummer Frühling" räumte Penny sämtliche Produkte in einer Filiale in Langenhagen aus den Regal, die es ohne Bienen nicht mehr geben würde.

Konkret handelte es sich bei der Aktion von Penny um eine Aktion gegen das Insektensterben. Die Folge war, dass offenbar rund 60 Prozent aller Artikel nicht mehr in den Regalen standen. Die Kunden hatte Penny vor der Aktion nicht informiert.

"Erschrocken" äußerte sich der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) in der so fast leergeräumten Penny-Filiale: "Die Konsequenzen eines ungebremsten Insektensterbens werden uns hier auf deutliche Weise vor Augen geführt". Ein Großteil des gesamten Lebensmittelsortiments ist von der Leistung von Bienen und vielen anderen Insektenarten abhängig.

Das gelingt, denn es sind nicht nur zahlreiche Obst- und Gemüsesorten, sondern auch Kaffee, Kakao, etliche Fertiggerichte und Pflegeprodukte und einige weitere Erzeugnisse, die von Bienen abhängig sind. Weiter sagte er, dass wir ohne Insekten stark ausgedünnte Supermärkte hätten und dass dieses Problem und dann alle treffe. Zudem: "Gewürze, mariniertes Fleisch, Fruchtquark, Toilettenpapier mit Kamillenblütenduft.", zählte Krämer auf.

Die Aktion wurde im Vorfeld des ersten Weltbienentags der Vereinten Nationen geplant, der am 20. Mai stattfinden soll. Leif Miller vom Naturschutzbund Deutschland meint, es sei paradox, dass vor allem die Landwirtschaft in hohem Maße von Insekten abhängig sei - und zugleich als einer der Haupttreiber ihres Verlustes gelte. Besonders dramatisch sei der Rückgang der Individuenzahlen von bis zu 70 Prozent. Sie machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro.

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