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Putin eröffnete Brücke auf Krim

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Putin eröffnet Krim-Brücke

Ab Mittwoch soll die Brücke zwischen der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim und Russland genutzt werden können. Nach den Feierlichkeiten soll die Brücke am Folgetag, dem 16. Mai, um 5:30 Uhr (Moskauer Zeit) gleichzeitig an beiden Enden in Betrieb genommen sowie dem Automobilverkehr zur Verfügung gestellt werden und damit die lang ersehnte direkte Verbindung zwischen der Halbinsel und dem russischen Festland gewährleisten. Das Bauwerk ist mit 19 Kilometern die längste Brücke Russlands. Putin eröffnete zunächst nur den vierspurigen Autoteil der Brücke, Ende 2019 soll noch eine zweigleisige Eisenbahnstrecke hinzukommen. Die Kosten für den Bau belaufen sich Medienberichten zufolge auf umgerechnet rund drei Milliarden Euro.

Gebaut wurde sie von dem Konzern Stroigasmontasch, der dem Milliardär Arkadi Rotenberg gehört - ein enger Vertrauter Putins, der vom Westen mit Sanktionen belegt ist.

Bisher war die Krim von Russland aus nur per Fähre und Flugzeug zu erreichen gewesen. Treibeis beschädigte sie jedoch so stark, dass sie später wieder abgerissen werden musste. Lebensmittel und andere Waren mussten über die Meerenge von Kertsch auf die Halbinsel gebracht werden, was zu Preissteigerungen und bei schlechtem Wetter auch immer wieder zu Versorgungsengpässen führte.

Russland hatte sich die Krim nach einem umstrittenen Referendum im März 2014 einverleibt. Die Regierung in Kiew und der Westen sprechen von einer völkerrechtswidrigen Annexion und betrachten die Krim weiter als Teil der Ukraine.

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