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Europa League Finale 2018 Madrid-Marseille heute live im TV, Stream & Ticker

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Atléticos gesperrter Trainer Diego Simeone vor dem Final der Europa League gegen Olympique MarseilleSource Keystone

Lyon. Seinen Einspruch hat die Uefa abgewiesen, Diego Simeone wird das Finale der Europa League (20.45 Uhr, Puls4) also nur von der Tribüne aus verfolgen können. Simeone muss das Spiel auf der Tribüne verfolgen, da er nach einem Ausraster im Halbfinale für vier Spiele gesperrt wurde.

Atletico Madrid greift heute nach dem dritten Europa-League-Titel in den letzten acht Jahren. "Traurigkeit" fühle er deswegen, sagte der hitzköpfige Argentinier am Dienstag. Atlético ist auf die außergewöhnlichen Fähigkeiten von Antoine Griezmann angewiesen, der mit Payet gut befreundet ist. Schließlich hat Simeones Stellvertreter an der Seitenlinie, German Burgos, nicht nur das Format eines Türstehers, sondern musste auch selbst schon einmal vor einem tätlichen Angriff auf einen Schiedsrichter bewahrt werden. Dass der französische Stürmer, dessen Heimatort Macon nur 45 Minuten von Lyon entfernt liegt, seit Wochen vom FC Barcelona umworben wird, "gefällt uns gar nicht", sagte Mittelfeldspieler Koke. Für den 27-Jährigen wird es dennoch ein großer Tag, bietet er ihm doch die letzte Chance, einen europäischen Titel mit den Rojiblancos zu gewinnen. Er kann Tore schießen und vorbereiten.

Marseille kann in Lyon auf seinen Offensivstar Dimitri Payet setzen.

Favorit sind die Spanier aber auch trotz ihrer Nebenschauplätze. Marseille dagegen startet als Neuling ins Endspiel der 2009 eingeführten Europa League. Chancenlos ist die Mannschaft um Luiz Gustavo und Hiroki Sakai aber längst nicht.

Die Franzosen kämpfen im Stadion des großen Rivalen Olympique Lyon um den ersten Europacup-Titel seit dem Champions-League-Sieg von 1993. Zehntausende in Blau und Weiß gekleidete Zuschauer werden die Franzosen anfeuern, mehr als 1000 Polizisten sollen innerhalb und außerhalb der Arena für Sicherheit sorgen. Letzmals hatte Marseille 2004 im Endspiel des UEFA-Pokals gestanden und damals mit 0:2 gegen den FC Valencia verloren. Marseilles Adil Rami warnte die eigenen Anhänger bereits davor, es zu übertreiben. Und: "Ich hoffe, wir sind alle intelligent genug, um diese Party nicht zu ruinieren".

Auch wenn man es in Lyon, dem Heim des dominierenden französischen Klubs des vergangenen Jahrzehnts, und in Paris, dem Sitz der derzeit beherrschenden Ligue-1-Equipe, nicht gerne hört: Marseille ist und bleibt im europäischen Kontext Frankreichs Mannschaft mit dem besten Leistungsausweis. "Das ist ein Finale, man arbeitet sein ganzes Leben für so eine Gelegenheit", sagte der Abwehrchef, der 2013 mit Bayern die Champions League gewonnen hat. Viele Tipps könne er seinen Mitspielern nicht geben.

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