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Israelisches Militär beschießt Ziele im Gazastreifen - Liveticker

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Jerusalem Israelische und US-amerikanische Flaggen säumen die David Flusser Street die zur Botschaft der USA führt

Die Vereinten Nationen und Russland warnten vor weiterer Gewalt: "Wir sind extrem besorgt über das, was im Verlauf des Tages noch passieren könnte", sagte ein Sprecher des Uno-Menschenrechtsbeauftragten in Genf. Unter Trump hätten sich die Grundlagen dagegen verändert: So werde eine Zwei-Staaten-Lösung von Weißen Haus akzeptiert - aber nur, wenn beide Seiten zustimmen.

Nach israelischen Angaben wurden alle 86 Länder mit diplomatischen Vertretungen zu der Feier eingeladen, von denen Botschafter Martin Weiss zufolge nur 34 teilgenommen haben. Bei den Konfrontationen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza bislang 43 Palästinenser getötet worden, Hunderte erlitten Schussverletzungen. Rund 2800 wurden verletzt.

Am Gaza-Grenzzaun gab es erneut Tote. Die israelische Armee rechtfertigte ihr Vorgehen mit Hinweis auf "beispiellose Gewalt" der Palästinenser, die Soldaten mit Brandbomben und Sprengsätzen beworfen hätten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte am Montag "die Gewalt der israelischen Streitkräfte gegen die Demonstranten" und beklagte "die große Zahl ziviler palästinensischer Opfer in Gaza heute und in den vergangenen Wochen". Auch Schulen, Universitäten und Regierungseinrichtungen blieben zu. Der einzige Übergang, über den der Gazastreifen mit humanitären Hilfsgütern und Warenlieferungen versorgt wird, war mehrere Tage nicht benutzbar. Die Flaggen am Amtssitz von Präsident Mahmud Abbas in Ramallah wehten auf halbmast. Der UN-Sicherheitsrat kommt auf Antrag Kuwaits am heutigen Dienstag gegen 16 Uhr zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Während dies bei den Palästinensern Zorn und schwere Unruhen auslöste, sorgte der Schritt in Israel für Genugtuung.

Die USA lehnen eine unabhängige Untersuchung der Gewalt im Gaza-Streifen ab. Diesen Entwurf blockierten die USA jedoch.

Protest in Washington gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem: In der US-Hauptstadt haben rund 100 Menschen gegen den Akt ihrer Regierung demonstriert. Die Menschen protestieren zudem gegen eine mehr als zehnjährige Blockade des Küstenstreifens durch Israel und Ägypten. Aus der Menge wurden Steine und Brandsätze auf israelische Sicherheitskräfte geworfen. Diese Stimmung machen sich die radikalen Kräfte der Hamas und Fatah zu eigen und haben im Gazastreifen und im Westjordanland zum Marsch an Israels Grenzanlagen bzw. die Checkpoints aufgerufen. Die härteste Kritik kommt aus Ankara.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte Israel des "staatlichen Terrors" und "Völkermords".

Erdogan ordnete drei Tage Trauer für die am Montag getöteten Palästinenser an. Inzwischen schickte sie den israelischen Botschafter nach Hause. Während die Demonstrationen in der zweiten Reihe eher Volksfestcharakter haben, nähern sich Gewalttäter der Grenze und greifen Soldaten mit Steinen, Brandflaschen und Sprengsätzen an. Man könne einem souveränen Staat wie den USA nicht verbieten, seine Botschaft im souveränen Israel nach Jerusalem zu verlegen. Denn diese Frage sei nicht länger eine regionale arabische Angelegenheit, sondern eine internationale, sagte der Prinz der Deutschen Welle. Gemäß dem Abkommen des Oslo-Friedensprozesses müssen Palästinenser und Israelis gemeinsam über den Endstatus von Jerusalem entscheiden. 1700 Menschen seien verletzt worden. Die Organisation Human Rights Watch sprach von einem "Blutbad". 28 Palästinenser seien bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten verletzt worden, teilte der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond mit.

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