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Sigmar Gabriel ist als Verwaltungsrat von Siemens Alstom nominiert

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Sigmar Gabriel steht vor einer Deutschland Flagge und schaut skeptisch bis grimmig

Vor der geplanten Zug-Allianz mit Siemens legt der französische Hersteller Alstom am Mittwoch (9.30 Uhr) in Saint-Ouen bei Paris seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18 vor.

Siemens nominierte den früheren SPD-Vorsitzenden als eines von elf Mitgliedern des Gremiums, das den fusionierten Hersteller der Schnellzüge ICE und TGV überwachen soll. Die Aktionäre müssen der Nominierung noch zustimmen.

Gabriel hat sich in der Vergangenheit für eine Fusion von Siemens und Alstom stark gemacht.

Diese Nachricht wurde am 16.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Siemens soll sechs der Mitglieder des Rates stellen, auch den Vorsitzenden des Gremiums.

Die geplante Fusion der Bahnsparte von Siemens mit dem französischen Zughersteller Alstom war im September bekannt gegeben worden; der Zusammenschluss soll bis Ende des Jahres unter Dach und Fach sein. Als weiteres von Siemens unabhängiges Mitglied schlägt Siemens außer Gabriel die bereits in mehreren Verwaltungsräten sitzende Christina Stercken vor. Siemens soll knapp die Mehrheit an dem neuen, börsennotierten Unternehmen halten. Von Alstom soll Henri Poupart-Lafarge, der auch als CEO von Siemens Alstom vorgesehen ist, dem Verwaltungsrat angehören. Die Franzosen schicken vier unabhängige Manager in den Verwaltungsrat, darunter den bisherigen Verwaltungsratschef Yann Delabriere und den ehemaligen BNP-Paribas-Chef Baudouin Prot.

Mit der Fusion wollen Siemens und Alstom dem chinesischen Branchenriesen CRRC Paroli bieten, der den weltweiten Wettlauf um Bahnaufträge bereits seit einigen Jahren aufmischt. Laurent Martinez kommt vom Flugzeugbauer Airbus, wo er zuletzt das Service-Geschäft führte. Siemens und Alstom kämen gemeinsam auf weltweit mehr als 62.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro. Die Volksrepublik hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 in allen Schlüsseltechnologien mit dem Westen aufzuschließen.

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