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Medizin

Ebola-Fall in Millionenstadt in Kongo bestätigt

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Medizinisches Personal im kongolesischen Bikoro

Der jüngste Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat die Stadt Mbandaka erreicht. Etwa 20 Menschen sollen bereits daran gestorben sein.

Goma - Im Kongo ist ein dritter Fall des gefährlichen Ebola-Virus bestätigt worden. Der Fall sei in Mbandaka mit fast 1,2 Millionen Einwohnern festgestellt worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag mit.

Die Krankheit wurde demnach in Wangata, einem der drei Gesundheitsbezirke der Stadt in der Provinz Equateur, registriert.

Das Auftreten des tödlichen Virus' in der dicht bevölkerten Hafenstadt am Kongo nährt Befürchtungen, das Virus könnte sich explosionsartig ausbreiten. Alle Menschen, mit denen der Infizierte in Mbandaka jüngst Kontakt hatte, würden gesucht. Mehr als 500 Menschen, die im Kontakt mit den Infizierten waren, standen unter Beobachtung. Rund 4.000 weitere Kontaktpersonen sollen ausfindig gemacht werden. "Mit dem Fall in Mbandaka ist die Situation äußerst ernst und besorgniserregend geworden, da die Krankheit erstmals eine Stadt erreicht hat", sagte Notfallkoordinator Henry Gray. Es handelt sich um den neunten Ausbruch von Ebola seit der Entdeckung der Krankheit am Fluss Ebola in den 1970er Jahren.

Notfallteams von Ärzte ohne Grenzen haben eine Isolationszone im Krankenhaus von Mbandaka und eine im Spital in Bikoro errichtet. Auch Experten der WHO und der kongolesischen Gesundheitsbehörden bemühen sich, die Fieberkrankheit einzudämmen. Noch in dieser Woche will die WHO eine Impfkampagne gegen den Ausbruch im Kongo beginnen. Inzwischen seien 5400 Dosen eines experimentellen Impfstoffs im Land eingetroffen. Es ist bereits der neunte bekannte Ausbruch der Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land seit 1976. Bei einer Epidemie in den Jahren 2014 und 2015 kamen in Liberia, Guinea, und Sierra Leone rund 11.000 Menschen ums Leben.

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