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Ecuador gibt Millionen für den Schutz von Julian Assange in London aus

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Julien Assange kostet Ecuador Millionen

Ecuador hat nach Informationen des "Guardian" ein millionenschweres Überwachungsprogramm für WikiLeaks-Gründer Julian Assange in seinem in London gelegenen Botschaftsexil aufgelegt.

Den vertraulichen Dokumenten zufolge, über die auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Assange und seinen ecuadorianischen Gastgebern auch, weil sich der WikiLeaks-Gründer Zugang zum internen Netzwerk der Botschaft verschaffte. Als eine Gefahrenquelle gelte die britische Polizei, der zugetraut werde, dass sie unter einem Vorwand in die Botschaft eindringen und Assange festnehmen könnte. Die Regierung Ecuadors beauftragte eine Sicherheitsfirma, den Internet-Aktivisten rund um die Uhr zu überwachen, einschließlich Assanges täglicher Aktivitäten und Interaktionen mit Mitarbeitern und Besuchern. Als Stützpunkt für die Operation wurde demnach für mehr als 4000 Euro im Monat eine Wohnung nahe der Botschaft angemietet. Die Geheimdienstmission diente ursprünglich dem Schutz des Australiers vor den britischen Behörden, wie die britische Zeitung am Mittwoch berichtete. Aber auch Assange selbst sei eine Gefahr, der offenbar sehr darunter leide, das Gebäude seit 2012 nicht verlassen zu dürfen. Nach der Verhaftung würde Assange womöglich eine Auslieferung in die USA drohen. Auch in Schweden wartet ein Haftbefehl auf ihn: Assange wird vorgeworfen, zwei Frauen vergewaltigt zu haben.

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