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P&R: Eine Million Phantom-Container

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Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé teilte ebenfalls am Donnerstag mit, dass sich die Vermutung bestätigt habe, dass die Zahl der vorhandenen Container deutlich unter der Zahl der an Anleger veräußerten Container liege. Dieser Fehlbestand habe sich seit über 10 Jahren kontinuierlich aufgebaut. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens werde die strafrechtliche Verantwortlichkeit hinsichtlich der Beschuldigten geklärt werden, so die Staatsanwaltschaft weiter. P&R hatte versprochen, die Container am Ende der Vertragslaufzeit zurückzukaufen. Angesichts des zu erwartenden großen Umfangs des Verfahrens sei eine Arbeitsgruppe "Container" gebildet worden. Zwei der Beschuldigten seien anwaltlich vertreten und haben ihre umfängliche Kooperationsbereitschaft versichert. Laut aktueller Mitteilung des Insolvenzverwalters seien allerdings nur 600.000 (!) Container im aktuellen Bestand. Diese hätten vielfach seit Jahrzehnten in P&R investiert, mehr als die Hälfte von ihnen seien über 60 Jahre alt. Der Bundesgerichtshof hat nämlich schon vor Jahren entschieden, dass nicht durch Gewinne gedeckte Ausschüttungen bei Schneeballsystemen zurückgezahlt werden müssen. Viele Anlagevermittler haben die P&R als "sichere Anlage" empfohlen, ohne die Anleger über die Risiken und Mängel der Anlage aufzuklären.

Bei der insolventen Investmentfirma P&R haben Anleger möglicherweise über Jahre hinweg Geld in Schiffscontainer gesteckt, die gar nicht existierten. Damals hieß es, die Mieteinnahmen aus der Containerflotte, die P&R an Reeder und Leasinggesellschaften vercharterte, hätten nicht mehr gereicht, um die Verpflichtungen gegenüber den Anlegern zu decken, die rund 3,5 Milliarden Euro in die Container investiert hatten.

Ist das Geld der Anleger verloren?

. Haben Vermittler die P&R-Anleger nicht vor den Risiken gewarnt, dürften sie sich schadensersatzpflichtig gemacht haben. Rechtsanwalt Johannes Goetz steht für eine erste Einschätzung zur Verfügung. Die Kanzlei ermöglicht ihren Mandanten die rechtssichere Anmeldung der Forderungen zur Insolvenztabelle und die erfolgreiche Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen.

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