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Pestizid-Verbot: EU-Gericht weist Klagen von Syngenta und Bayer ab

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Laut dem Europäischen Gerichtshof bleibt die Nutzung dreier bienengefährdenden Neonicotinoide weiterhin eingeschränkt.
					thka

Luxemburg. Das Gericht der Europäischen Union hat die Teilverbote mutmaßlich bienenschädlicher Neonikotinoide bestätigt. Dabei geht es um Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Diese werden zur Behandlung von. Es wies mit dem am Donnerstag verkündeten Urteil die Klagen des deutschen Chemiekonzerns Bayer und des Schweizer Herstellers Syngenta in vollem Umfang ab. Die Europäische Kommission hatte diese Stoffe 2013 vor allem für Bienen als gefährlich bewertet und EU-weite Auflagen gegen den Einsatz erlassen. Syngenta beantragte zudem Schadenersatz in Höhe von mindestens 367,9 Millionen Euro. Dagegen klagten Bayer und Syngenta mit dem Ziel, die Verbote für nichtig zu erklären.

Ferner hiess es, dass inzwischen ausdrücklich verlangt werde, dass Wirkstoffe "keine unannehmbaren akuten oder chronischen Auswirkungen auf das Überleben und die Entwicklung der Bienenvölker" haben dürfen.

Die Aurelia Stiftung zum Schutz der Bienen begrüsste das Urteil ebenfalls. Dies sei "ein wichtiger Sieg für die Bienen "und zeige "der industriellen Landwirtschaft "die Grenzen auf, erklärte Stiftungsvorstand Thomas Radetzki".

Die BASF begrüßte die Entscheidung des Gerichtshofs. Gegen die erstinstanzliche Entscheidung können Rechtsmittel eingelegt werden.

BASF erzielte mit der Klage gegen die Einsatzbeschränkung für sein Insektizid Fipronil dagegen einen Teilerfolg.

In einem anderen Aspekt gaben die Luxemburger Richter BASF aber recht, weil die EU-Kommission nicht die Folgen einer Beschränkung abgeschätzt habe. Da BASF dieses Saatgut nicht selbst vertreibe, sei das Unternehmen von dem seit März 2014 geltenden Verbot nicht unmittelbar betroffen.

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