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Jetzt kommen die Vergeltungszölle der EU - unter anderem auf Erdnussbutter

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Die Liste von US-Waren umfasst neben Stahlprodukten auch Bourbon-Whiskey, Erdnussbutter, Harley-Davidson-Motorräder und Levi's-Jeans. Die Kommissare hätten dafür auf ihrem wöchentlichen Treffen grünes Licht gegeben. Die europäische Behörde hatte die Importstrafen bereits Mitte Mai bei der Welthandelsorganisation WTO angemeldet.

Die Strafabgaben werden ab Juli in Kraft treten, wie EU-Vizekommissar Maros Sefcovic sagte. Die geplanten Massnahmen betreffen US-Produkte im Wert von bis zu 2,8 Milliarden Dollar. Die Zölle seien eine "maßvolle und angemessene Antwort auf eine unilaterale und illegale Entscheidung" der USA.

Die USA haben unter Präsident Donald Trump Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25 beziehungsweise zehn Prozent erhoben und damit einen Handelsstreit vom Zaun gebrochen. Für die Einfuhr von Schweinefleisch, Äpfel und Kartoffeln beträgt die Rate 20 Prozent, für bestimmte Sorten von Käse und Bourbon-Whiskey 20 bis 25 Prozent.

Trotz der Zuspitzung des Handelsstreits mit den USA geht Mexiko von einer erfolgreichen Überarbeitung des Abkommens noch in diesem Jahr aus.

Europa will es bei seinen Vergeltungsmaßnahmen aber nicht bei einer Runde belassen: In einer zweiten Phase könnten ab 2021 weitere US-Produkte im Wert von 3,6 Mrd. Euro - genau der Zollwert, mit dem Washington nun Stahl und Aluminium belegt.

Die US-Regierung hatte ihre Schritte mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet. Das gab die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel bekannt. Es werde bei dem Treffen am Freitag und Samstag "schwierige Diskussionen" geben.

Der Zollstreit zwischen USA und EU eskaliert: Als Reaktion auf höhere Abgaben in den Vereinigten Staaten auf Stahl und Aluminium erhöhen die Europäer ab Juli die Zölle auf US-Produkte. Zudem sieht Kanada eine Verletzung des Freihandelsabkommens Nafta mit den USA und Mexiko. Trump hat wiederholt den chinesischen Handelsüberschuss mit den USA kritisiert.

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