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Erdogan kritisiert geplante Moscheen-Schließung in Österreich

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Recep Tayyip Erdogan kündigt Antwort auf Moscheen-Schließung in Österreich

Dass Österreich mehrere Moscheen wegen Extremismusvorwürfen schließen will und die Ausweisung von Dutzenden Imamen plant, stößt in Ankara auf heftige Kritik.

Retourkutsche aus der Türkei: Nach der von Österreich angekündigten Schliessung von Moscheen und Ausweisung zahlreicher Imame hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine nicht näher beschriebene Antwort der Türkei angekündigt. "Das heißt, wir werden auch Maßnahmen ergreifen", sagte Erdogan.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft IGGÖ reagierte ebenfalls verärgert, ihr Vorsitzender sprach von einem "Affront gegen die Musliminnen und Muslime in Österreich", am letzten Freitag des Ramadan Aktionen gegen Moscheen und Imane anzukündigen.

Der Sprecher des türkischen Präsidenten hatte zuvor kritisiert, die Entscheidung Wiens verstosse gegen Minderheitenrechte und spiegele die "islamophobe, rassistische und diskriminierende Welle" in Österreich wieder. "Parallelgesellschaften, politischer Islam und Radikalisierungstendenzen haben in unserem Land keinen Platz", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien. Bei den Imamen im Visier der Behörden handelt es sich um Geistliche der "Türkisch-Islamischen Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich".

Diese Nachricht wurde am 10.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Atib ist vergleichbar mit dem Moscheeverband Ditib in Deutschland.

Im Video oben seht ihr, was Erdogan sagte. Atib gehört zum Auslandsarm der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Nach einer intensiven Trainingswoche habe er feststellen müssen, dass er noch nicht hundertprozentig fit sei, schrieb der Schwingerkönig von Frauenfeld 2010 auf Facebook.

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